Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Gottlob! daß ich aus der Stickluft fort bin. Um keinen Preis der Welt vertauſche ich meine niedere Wohnung mit einem Königspalaſte.

Herr von Rochegune ſoll mich nie wiederſehn. Nie foll er erfahren, daß er zu dem Weib, das er am meiſten auf Erden verachtet und verabſcheut, gütig und ſanft geſprochen hat. Aber ich will ihm ewig mit leidenſchaftlicher Fi mit leidenſchaftlicher Liebe ergeben bleiben als hätte er mir erlaubt, ihn zu lieben ₰a, j ich begreife die Reinheit ihrer Liebe. ich begreife ſie viel⸗ leicht beſſer, als Mathilde ſie begreift . Wahr⸗ lich mehr ais Mathilde wäre ich zu den Sn fähig, die eine ſolche Liebe gebietet. Bei ihr iſt ein tugendhafter Entſchluß die Folge tugendhafter Grund⸗ ſie, ſo fehlt ſie gegen ihre Pflicht

Ich aber kann nimmer wanken in meinem Entſchluſſe, welche Grundſätze, Ehr⸗ und Schamge⸗ fühl, Keuſchheit weil das Alles erſt durch ihn mir gegeben oder geoffenbart iſt; weil ich alſo ihn, nicht Pflicht und Tugend vergeſſen müßte.

36 bin erſchreckt über die Verheerungen, die dieſe Leidenſchaft in mir anrichtet. Die traurigſten Gedanken gehen mir durch den Kopf. Oh, wenn er meine Liebe wüßte, wie bemitteidete er mich! Ja, gewiß! Er würde nich lieben, mich mehr lie⸗ ben als Muthilve Welchen Einflüß hat er denn auf ſie geübt? Keinen . . Sie war gut und rein, ſie iſt es geblieben. Aber ich war gefallen und ver⸗ worfen, und er hat mich aufgerichtet, hat mich e rein, ebenſo gut gemacht, als Nathilde es iſt

Und wer weiß, ob ſie rein geblieben iſt? Oh, wenn ſie einen Fehltritt gethan hätte, mit