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Tages . dieſer Stunde irgend eine ſichtbare Spur hinterlaſſen können! ..
Ich habe mit ihm geredet, mein Gott! mit ihm geredet! — Mein Herz ſchlug gegen ſeinen Arm, meink Lippen berührten ſchüchtern ſeine Hand, ſeine edle Hand, meine Thränen netzten ſie. „ Mit welcher Güte antwortete er! . . . Aber nie, nie! iſt eine königliche Gnade dankbarer entgegen genommen, nie ein Wort aus Königsmunde gieriger angehört und verſchlungen worden! . . . Die Maske gab mir Muth, ohne ſie wäre ich verſtummt. Meine Wangen glühten in Fieberhitze. — Wie beredt ſang ich Mathildens Lob, wie bewundernd horchte er auf! . . Und dann dieſe eiſige Verachtung, als ich meinen Namen ausſprach. Aus Liebe zu ihm habe ich mich ſelbſt gebrandmarkt, micht nicht bitter genug anklagen können. .. Und dieſe Anklagen kamen aus tiefſter Bruſt. Mit wahrem Ent⸗ ſetzen blickte ich in die Kluft, welche mein vergangenes Leben zwiſchen mich und ihn gegraben.
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Wie glücklich ſchien er, als er mich preiſen hörte, was er liebte, und fluchen, was er verabſcheute! Ein Wort, ein Befehl von ihm, und ich glaube, ich hätte Mathilde vergöttert. — O dieſe Anmuth, dieſe Seele, dieſer Geiſt, dieſe Gedankenfülle! Dieſe Kühnheit im Guten und Edlen, die ſonſt nur ans Laſter verſchwen⸗ det wird! O, er hat mich Begeiſterung für das Reinſte und Heiligſte gelehrt! Es war, als ſtrömte der Adel ſeiner Seele in die meinige über!
Ich habe das Hotel Maran verlaſſen und will Herrn von Lanery nie wiederſehen. Mathilde V. 15


