Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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muß ich geſtehen .ſie ſind einander wür⸗ i6

Weine, weine Unglückliche! . Weine blu⸗ tige Thränen. . ſtirb aus Verzweiflung! Daß die Welt um Deine wahnfinnige Liebe nicht weiß! .. all ihr Hohn und Spott tilgt Deine Sünde ni

Ach! Hätte ich ihn früher gekannt, wie ganz an⸗ ders wäre mein Leben geweſen. . . Es wäre ebenſo ſchön und ehrenhaft geweſen, als es jetzt häßlich und ſchuldvoll iſt. . . Aber es ſoll anders werden, . von Grund aus anders. .. Er ſoll meine Liebe nie erfah⸗ ren, aber das Feuer, das er in mir entzündet, ſoll mein Leben von den Schlacken läutern. Heute noch verlaſſe ich das Hotel Maran . arm und dürftig. Ich will mein Brod erarbeiten oder ſterben; will frei ſein und an ihn denken dürfen. .. An ihn denken dürfen, welche Verantwortung! ..

*

Meine ganze Energie iſt erwacht.. Morgen verlaſſe ich das Haus, und noch heute Abend muß ich mit ihm reden. . . Ich fühle Muth genug in mir. Ha, ha, jetzt kommt mir ein Gedanke! Ich will ihn ſchriftlich bitten, einem armen ſchüchternen Mäd⸗ chen auf dem heutigen Maskenball in der Oper einen Augenblick Gehör zu ſchenken. Gewiß wird er kom⸗ men! Aber bin ich kühn genug, ihn anzureden? Der Gedanke ſtürzt mich in die alte Schwäche und Unentſchloſſenheit zurück! Ich zittere und bebe! O, über die Feigheit! . . . WMit welchen Gefühlen werde ich nach Jahren dieſe Zeilen wieder leſen, in welchen die Ereigniſſe meines innern Lebens gewiſſer⸗ maßen Fleiſch und Blut angenommen haben. O wie glücklich bin ich, daß die Erlebniſſe des heutigen