nug, alle andere Männer zu verachten. — Ja, alle. Selbſt die, welche Rechte auf mich anſprechen, habe ich ſie nicht am meiſten verſpottet und beſchimpft? — Haben ſie auch nur den kleinſten Einfluß auf mei⸗ enen Geiſt oder mein Herz gehabt? — Gewiſſe Unbe⸗ ſonnenheiten beweiſen nichts als die äußerſte Gleich⸗ gültigkeit. — Mathildens Gemahl hat geſagt und ha, ha! auch gezeigt: Ein Mann iſt kein Sklave!!! — —
Gott im Himmel! Der Unbekannte iſt . . . Ma⸗ thildens Geliebter, . . der Marquis von Rochegune!
Derſelbe, von dem alle Welt redet, den ich längſt kennen zu lernen wünſchte! Derſelbe! Derſelbe! — Er liebt Mathilde, und ſie ihn. . . — Habe ich nicht ein Recht, ihr zu fluchen! . . JZetzt weiß ich, warum ich ſie von Kindesbeinen an ſo unverſöhnlich gehaßt! — Eine dunkle Ahnung ſagte mir, daß ſie meine einzige Liebe mir ſtreitig machen werde!!
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Sie liebt ihn . ſie ſie, die Unwürdige, die den Flachkopf, den Schuft von Gontran lieben... leidenſchaftlich lieben konnte! — O, wie ſtolz bin ich, daß ich vor ihm, . . . meinem Herrn und Gebieter, Keinen lieben konnte. .. Ha! auch ich klagte darüber!! . . . Fußfällig danke ich dem Zufall, der bisher mein Herz der Liebe verſchloß.
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Ich ſchaudere über mich ſelbſt und Alles, was mich umgibt. — Zetzt fühle ich, wie unglücklich, wie tief geſunken ich bin in den Koth des Laſters und der Schande! Keine Thräne reinigt mich von dieſem Schmutz! Welche Täuſchung, daß ich mich ſeiner würdig ſeiner würdig. glauben konnte. .. Als ob er blos zu mir hinabzublicken wagte! — Und den Blick zu ihm erheben . . gar zu ihm reden ...


