Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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wagte .. Oh! Gewiſſe honigſüße Getränke haben einen gallenbittern Nachgeſchmack!

Diesmal, ja, diesmal bin ich in's Herz, mitten in's Herz getroffen . . . Mit heute beginnt mein Lie⸗ besleben, glücklich oder unglücklich. Endlich habe ich den Mann, wie ich ihn im Traume erblickt, gefunden! Er hat mich nicht bemerkt, während er vorüber⸗ ging. Ich weiß nicht, wer und was er iſt. Aber Bettler oder König, ich fühle, ich werde ihn lieben; ich fühle, ich liebe ihnz ich gehöre ihm an. Welch edles, ſtolzes Antlitz! Welch gemeſſener, kühner Gang! Und vieſer braunliche Teint, dieſe rothen Lippen, dieſe ſchwarzen Brauen, dieſe großen, grauen Augen! Vor ſolchen Blicken muß man niederknieen und ausrufen: Herr, Herr! befiehl! Dein Sklave gehorcht! Wer mag dieſer Unbekannte ſein?

Ohl ob dieſes Zaubers, der mich beſtrickt! Kein Wort, kein Blick von ihm und doch gebunden, be⸗ herrſcht! . WMeine tief beklommene Bruſt ſagt mir, daß mein Schickſal reif iſt.

Keine Spur von Romanhaftem in meinem Zu⸗ ſammentreffen mit dieſem Unbekannten! Im Tuil⸗ lertengarten ſehe ich einen Mann langſam vor mir hergehen, deſſen Wuchs und Haltung mir auffällt. Plötzlich blickt er ſich um und wie bezaubert muß ich ſtehen bleiben. Ohne mich zu bemerken, verſchwin⸗ det er hinter den Gebüſchen.

* * *

Wer iſt er? Wer iſt er? Nie habe ich ihn geſehen. Genug, daß ich weiß, er lebt. . . Werde ich ihn je wiederſehen? Ja, ja, ſonſt wäre ich ihm nicht begegnet. Er lebt, er lebt. .. Grund ge⸗