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wagte .. Oh! Gewiſſe honigſüße Getränke haben einen gallenbittern Nachgeſchmack!
Diesmal, ja, diesmal bin ich in's Herz, mitten in's Herz getroffen . . . Mit heute beginnt mein Lie⸗ besleben, glücklich oder unglücklich. — Endlich habe ich den Mann, wie ich ihn im Traume erblickt, gefunden! — Er hat mich nicht bemerkt, während er vorüber⸗ ging. Ich weiß nicht, wer und was er iſt. Aber Bettler oder König, ich fühle, ich werde ihn lieben; ich fühle, ich liebe ihnz ich gehöre ihm an. — Welch edles, ſtolzes Antlitz! Welch gemeſſener, kühner Gang! Und vieſer braunliche Teint, dieſe rothen Lippen, dieſe ſchwarzen Brauen, dieſe großen, grauen Augen! Vor ſolchen Blicken muß man niederknieen und ausrufen: Herr, Herr! befiehl! Dein Sklave gehorcht! — Wer mag dieſer Unbekannte ſein?
Ohl ob dieſes Zaubers, der mich beſtrickt! Kein Wort, kein Blick von ihm und doch gebunden, be⸗ herrſcht! . WMeine tief beklommene Bruſt ſagt mir, daß mein Schickſal reif iſt.
Keine Spur von Romanhaftem in meinem Zu⸗ ſammentreffen mit dieſem Unbekannten! — Im Tuil⸗ lertengarten ſehe ich einen Mann langſam vor mir hergehen, deſſen Wuchs und Haltung mir auffällt. Plötzlich blickt er ſich um — und wie bezaubert muß ich ſtehen bleiben. Ohne mich zu bemerken, verſchwin⸗ det er hinter den Gebüſchen.
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Wer iſt er? Wer iſt er? Nie habe ich ihn geſehen. Genug, daß ich weiß, er lebt. . . — Werde ich ihn je wiederſehen? — Ja, ja, „ ſonſt wäre ich ihm nicht begegnet. Er lebt, er lebt. .. Grund ge⸗


