Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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locken. O wie mich das ergötzt! Dennoch fehlt mir

Etwas oder vielmehr Alles die Liebe. Ich liebe

nicht und habe nielgeliebt! Komm, o Liebe, kommel...

Einmal war mir zu Muthe, als werde der Sturm der Leidenſchaft losbrechen .. . gleichwie das dumpfe Rollen des Donners dem Ausbruche des Ge⸗ witters vorhergeht. Allein ich irrte mich. Und doch hätte der Mann faſt begriffen, wie ich geliebt ſein will, um Alles für den Geliebten opfern zu können. Ohne Zweifel wäre mir ein elendes Loos gefallen, er würde mich geſchlagen, verrathen und verjagt haben. .. aber ich hätte wenigſtens geliebt, hätte Augenblicke höchſter Wonne genoſſen, hätte mich in meinen eigenen Augen erhoben gefühlt ..

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Erhoben? ... ſagt mir denn ein dunkles Be⸗ wußtſein, daß der Schmerz, wie das Feuer, reinige? Steht mir denn eine Bekehrung in der Liebe bevor? Nein, nein! ... Das Gewiſſen macht mir keine Vorwürfe, auch würde ich nicht auf ſie hören. Ein einziges Mal habe ich mich Mathildens erbarmt, ihr ſo viel Güte und Edelmuth bewieſen, als meine Natur erlaubte. Ich habe ſchwer dafür büßen müſſen ..

Wie ſollte ich Herrn von Lanery nicht haſſen! Oft ſteigt mir unwillkürlich die Schamröthe in's Geſicht, wenn ich bedenke, daß ich ſeinem ſchnöden Un⸗ dank wider ſeine Frau dies glänzende Leben verdanke. Umſonſt ſuche ich mein Gewiſſen zu beſchwichtigen, um⸗ ſonſt ſage ich mir, daß es nichts inmaterielleres gibt als dieſen Glanz, umſonſt habe ich Mathildens Gemahl verächtlich abgefertigt, als er mir etwas Andres als Blumen und Serenaden anzubieten