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Spiel zur Bewunderung hingeriſſen. — Er hat ſeine Rolle mit wilder Energie und wildem Stolze geſpielt. — Als er das Weib bei den Schultern ergriff . . . . als er ſie mit eiſerner Fauſt aufs Knie warf, war er unübertrefflich . .. Aus jedem Zuge, aus jeder Be⸗ wegung flammte die Eiferſucht hervor. — Und dann ſeine männliche, etwas rauhe Stimme bebte wie die des Löwen. — Die muthwillige Fürſtin Kſernika war mit mir auf der Vorderbühne und rief ſpöttiſch, er ſehe aus, als ob er brüllen wolle „ Die Einfältige! Soll denn der Löwe girren?
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Gleich meifterhaft war er in der Liebesſcene .. Er hat dem jungen Mädchen nicht feige, wie ein Sclave, den Kuß von den Lippen geſtohlen nein! er hat ihn als Herr eingeſogen kühn, faſt mit thieriſcher Wuth.. .
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Als ich beim Fortgehen den Schauſpieler — er tee Stephen — gegen die hämiſchen Angriffe der ürſtin Kſernika vertheidigte, meinte Herr von Lanery, aber mit pflichtſchuldigſter Ehrerbietung, daß ich mich Stephens vielleicht etwas zu warm annehme . Ich ſah ihn mit meinem ſchwarzen Blicke an, und er erkannte ſeinen Mißgriff . . . Dann flüſterte ich ihm zu, mich kokett auf ſeinen Arm lehnend, und ſo hold als möglich lächelnd: morgen will ich an Stephen ſchrei⸗ ben und ihn bitten, mir Unterricht im Deklamiren zu geben. (Natürlich nur Scherz!) Als der arme Menſch ganz verblüfft herausplatzte, daß dieſer Wunſch minde⸗ ſtens ein ſeltſamer ſei, lächelte ich ihm noch holder zu und ſagte ihm, daß er ſelbſt mir übermorgen eine Loge miethen werde, um Stephen jeden Abend bewun⸗ dern zu können, und daß ich im Garten des Hotels Maran einen Schauſpielſal unverzüglich erbaut haben
wolle. 5 *


