Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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widerſtehlich. Er iſt Einer von jenen Männern, die ungeheuer viel verſprechen, ſo lange man ſie nicht kennt. Bei allem Anſtand dieſer affectirte, dumme Ernſt! Der muß ihn ſelbſt vor dem Spiegel nicht verlaſſen. Ich wette, er bindet ſich das Halstuch mit der Miene eines Philoſophen! Sein Gezwitſcher iſt ebenſo reizend als unerträglich, denn er trillert allerliebſt immer dieſelbe Arie. Sein größter Fehler in meinen Augen iſt: ſeine Hübſchheit. Von männlicher Schönheit kann bei ihm ſo wenig die Rede ſein als bei Herrn von Lanery, der mir nie gefallen hat. Das ſind nichts als glatte All⸗ tagsgeſichter, die die Natur verächtlich in ihren Model: hübſch, Nro. 1. wirft, ohne ſich die Mühe zu neh⸗ men, ihnen ein vriginelles Gepräge zu geben. Lord C iſt beſſer, ausdrucksvoller, aber durch und durch Engländer, d. h. verlegen bei aller Arroganz, und griesgrämig bei aller Tölpelei. Wie ihre Haut, ſo iſt auch ihre Seele von Flanell. 4* *

O daß ich endlich den kernfeſten, diktatoriſchen, leivenſchaftlichen Mann fände, der mit eiſerner Fauſt mich zuſammenbiegt wie ein Rohr. Wie verächtlich iſt mir dieſer Gontran! Dieſe feige Sclavenſeele! Er liebt mich, wie ein Lakai, der mit Fußtritten tractirt zu werden fürchtet. Was ſoll ich mit dieſem Elen⸗ den, der ſeine Frau beſtiehlt ... Denn ſich für mich zu Grunde richten, iſt nichts anders, als ſie beſtehlen auf die gemeinſte Weiſe beſtehlen.. .. Und ja. ja, ich haſſe ſie. Sie ſieht nicht aus, als wäre ſie un⸗ glücklich. Ich glaube gar, ich Närrin habe ſie von ihrem Manne befreiet ..

Fräulein von Maran erzählte mir heute ein Witz⸗ wort der verſtorbenen Herzogin de la F**, das vor⸗ trefflich auf mich paßt. Es war die Rede von der Frau von P, welche vor der Revolution die Hul⸗