Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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den unter der Aſche fortglimmenden Funken Ihrer

Leidenſchaft für Herrn von Lanery wäre Ihre Tugend, gleich der meinigen, erloſchen,

Ich habe Ihren Schritt ganz von Ihrem Standpunkte aus erwogen, empfunden, daß Sie nicht den geringſten Vorwurf verdienen. Um ſo ſchlim⸗ mer für mich! So darf ich nicht einmal trauern.

Ihnen mein Leben weihen, unſer Glück in der Einſamkeit genießen denn je feuriger die Liebe, um ſo gewiſſer ſucht ſie die Einſamkeit das war die Aufgabe meiner Zukunft! Was bleibt mir? Nichts! Weder die Liebe des Bruders, noch die des Liebha⸗ bers . . Seitdem ich in Ihnen das Weib erblickt iſt die Schweſter verſchwunden.

Und das Weib hat mir plötzlich einen Andern vorgezogen ſo iſt das Weib nicht mehr für mich da.

Es geht mit den Eindrücken, wie mit der Zeit.

Man kann ſie nicht ungeſchehen machen. Ich kann ſo

wenig wieder Ihr Bruder werden, als aus einem kreißfiährißen Mann ein zwanzigjähriger Jüng⸗ in Wir ſind geſchieden auf ewig ge⸗ ſchieden!

Der Bruder würde die Rückkehr zu Ihrem Ge⸗ mahl uneigennützig gebilligt oder getadelt haben, un⸗ beſchadet des alten Verhältniſſes Der Liebhaber kann es nicht. .

Ich bin jetzt dreißig Jahre alt. Seit meinem achtzehnten Jahre habe ich Sie geliebt und Ihnen meine Liebe durch Thaten bewieſen. .

Die Liebe iſt todt, aber ihr Gedächtniß lebt ewig

ort. Ich gedenke Ihrer, wie ich geliebter Todten ge⸗ denke mit frommer Andacht. Nicht heute und morgen bloß, nein! in alle Mathilde. v. 14