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„Ganz anders, Madame. Kein Wunder! Ein Tag gleicht ſo wenig dem andern, wie ein Blatt dem andern. . Man ſieht, Madame, das ſpöttiſche Blut der Marans fließt in Ihren Adern. .. Aber thut nichts; ich bin ein geduldiger, ſanfter Ehemann nicht immer, aber. . . Doch, da ſfind wir an Ort und Stelle
Wirhielten vor einem alten Hauſe der Straße ****.
Ein dunkler, ſchmutziger Hof führte zum Hinter⸗ gebäude. Im zweiten Stocke empfing uns der Kam⸗ merdiener des Herrn von Lanery, die mir wohlbekannte alte Fratze.
Ein kleines Vorzimmer, wo Alles in buntem Wirrwarr durch⸗ und übereinander lag, ein dürftig meublirter Wohnſal; rechts davon die Schlafkammer meines Gemahls, links die meinige, daneben ein Kabinet für Blondeau — das war die Wohnung, die ich mit Herrn von Lanery theilen ſollte.
Die ſchmierigen Tapeten hingen loſe an den Wän⸗ den, die Fenſtervorhänge fehlten, das Getäfel war räucherig, der Fußboden faſt ſchmutzig, kein Ta⸗ geslicht fiel in dieſe dunkle Höhle. .
Ich kann nicht ſagen, mit wie unheimlichen Ge⸗ fühlen ich dieſe Behauſung betrat.
Die arme Blondeau wich nicht von meiner Seite und zitterte am ganzen Leibe.
„Nun, wie gefällt es Ihnen hier?“ fragte Herr von Lanéry ſpöttiſch lächelnd. . „Die goldnen Zeiten find vorüber, meine Beſte! Zetzt kommen die eiſernen. .. Wir haben das weiße Brod vor dem ſchwarzen verzehrt.“
Ich werde mich in Alles finden, mein Herr. Nur n ich einige nothwendige Veränderungen zu treffen.
„Nach Belieben, Madame.. Sie ſtören mich hier durch keinen Lärm, wie in Maran. Ich gehe früh


