Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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unter Thränen und Herzeleid wollte ich vieſes angebe⸗ teten Mannes mich würdig erweiſen.

Oh! wie ſtolz war ich auf dieſe Liebe, dieſe unbe⸗ fleckt bewahrte Perle meiner Bruſt ... In ſchwachen Stunden, immer fiel mir jene innere Stimme ein, die ich an Emma's Sterbelager vernommen: Wenn er wüßte!

Ja, ſagte ich mir, wenn ich ihm morgen mein Geheimniß entdecke, ſo bittet er mich fußfällig um Ver⸗ zeihung und liebt mich leidenſchaftlicher als je.

Und wurde die Verſuchung ſo mächtig, daß ich ihr zu erliegen drohte, dann klang mir jene wohlbekannte Stimme in den Ohren: Muth, arme Frau, Muth! du weißt nicht, was es heißt, durch DOpfer das Recht, über dich ſelbſt zu weinen, erkauft zu haben ... Und ſiehe, ich fühlte wirklich die heilige Wolluſt deß Schmerzes!

Endlich ſprach ich zu mir: Und gelingt dein Plan, wird Emma die Gattin des Herrn von Rochegune, dann kannſt du dich geſetzlich von deinem Manne ſchei⸗ den laſſen, zu Frau von Richeville zurückkehren und Herrn von Rochegune dein Geheimniß entdecken „. Wie wird er dir ſein und Emma's Glück danken! . Welcher ſüße Lohn nach ſo unſäglichen Leiden! Wie friedlich und glücklich werden deine Tage dahin fließen!!

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Der gefürchtete Sonntagmorgen war da.

Ich nahm von Emma Abſchied, die allein im Zim⸗ mer ſich befand, ſchärfte ihr nochmals die äußerſte Ver⸗ ſchwiegenheit ein und bat ſie, mir durch Blondeau meine Briefe zu beantworten.

Als ſie meine Rückkehr zu meinem Gemahl erfuhr⸗ konnte das arme Kind eine freudige Aufwallung nicht unterdrücken, trotz ihrer Zärtlichkeit gegen mich. Nicht 4 Herz, ſondern der Drang ihrer Liebe war Schuld

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