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mich nie an wen gebunden, nie hat mich was be⸗ herrſcht; aber ohne dieſe junge Frau kann ich nicht leben. Ich kenne ihre teufliſche Bosheit, dennoch ſcheint es mir, als erleuchte das Feuer ihrer großen blauen Augen Alles um mich her.“ Und Fräulein von Maran hat Recht. Ihre Augen ſtralen in ungewöhnlichem
Glanze; es iſt, als borgten ſie ihr Licht.. Kein
Wort weiter! Sie lachen mich ſonſt aus, als glaubte ich an Teufel und Hererei.. ..
„Adieu. Ich weiß nicht, wo mein Kopf ſteht. Der Rückblick auf die letzten Jahre meines Lebens wirkt auf mich, wie ein ſchwerer Traum.
„Was denken Sie von dem Allem? Antworten, rathen Sie mir, beklagen Sie Ihren
G. de Lanery.“
Fünftes Kapitel. Pie Vegegnung.
unwille, Mitleid und Verachtung wechſelten in mir nach Leſung dieſes Briefes. Ich wußte ſelbſt nicht, welches Gefühl überwog. Hätte ich noch Schmerz über die Vergangenheit oder Haß wider meinen Gemahl empfunden, ſo wäre ich entweder furchtbar gerächt oder auf's Tiefſte betrübt worden.
Doch konnte ich mich eines bittern Lächelns nicht erwehren bei'm Gedanken an die Opfer, die mein Gemahl einer Frau brachte, welche ihn verachtete, während er mich mit äußerſter Härte behandelt hatte, als ich ihn einſt bat, die Hundeſtälle in weitere Ent⸗
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