Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Gedankenreichthum und Harmonie allgemein geprieſen wurde.Schade, ruft Urſula, und ſieht mich an,

Schade, daß das Lüfichen, das in den Bäumen des

Gartens ſpielt, uns die ſchöne Muſik von Paris nicht mitbringt.

Es war zehn Uhr. Ich gehe auf einen Augen⸗ blick hinaus und kehre dand in's Zimmer zurück. Es gelingt mir, die beiden Damen bis gegen Mitternacht aufzuhalten. Plötzlich hört man in der Ferne dieſelbe Quverture mit voller Orcheſterbegleitung, nach Urſula's Wunſche, wie mitgebracht vom Lüftchen, das in den Bäumen des Gartens ſpielte.

Sie fragen, wie das möglich ward? So. Nicht

ſo bald hatte ürſula dieſen Wunſch geäußert, als zwei

meiner Leute ſich ſchon auf dem Wege nach Paris be⸗ fanden, wo ſie in zwanzig Minuten eintrafen. Der Eine beſtellte den Chef des Orcheſters mit ſeinen Inſtru⸗ mentiſten nach Auteuil, der Andere beſorgte die nöthi⸗ gen Miethwagen mit Poſtpferden, um die Muſiker nebſt ihren Inſtrumenten vom Theater aus ſchnell an Ort und Stelle zu ſchaffen. Die Oper war oft genug ge⸗ geben, ſo daß ſie ohne Noten geſpielt werden konnte. Um eilf Uhr war das Theater aus. Eine Stunde ſpäter befand ſich das ganze Orcheſter in Auteuil, in

einem Gehölze des Gartens. Urſula hatte ihren Willen.

Dießmal erntete ich kaum einen Dank. Sie war

an dergleichen Ueberraſchungen ſchon ſo gewöhnt, daß

ſie allen Geſchmack an den Wundern, die ich mit Hülfe des Geldes wirkte, längſt verloren hatte.

Erbittert durch ſo viel Unverſchämtheit, Undank und Härte, wagte ich es, ihr Vorwürfe zu machen, ihr von den mannigfachen Opfern, die ſie mich geko⸗ ſtet, zu reden; von meiner Frau, die ich ihrerwegen verlaſſen; von Mathildens Vermögen, das ich ihr zu lieb verſchwendet. Mit eiſigem Stolze, mit zermal⸗ mender Verachtung im Geſichte, fraste ſie, was dieſe Worte zu bedeuten hätten, ob ich geſchmacklos genug