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„Sie müſſen wiſſen, daß ich inmitten des zum Hotel Maran gehörigen Gartens eine große Schwei⸗ zerhütte hatte aufführen laſſen, die im Frühling als Tanzſal diente. Inwendig waren die Mauern mit Tannen ⸗Nadeln bedeckt und mit blaßgrünem Holze in Geſtalt von Weinſtockguirlanden geſchmückt.
„Nachdenklich und finſter treke ich ein, und finde Urſula, Fräulein von Maran und Lord Cs** in der Hütte. Mitten im Geſpräche ruft Urſula, auf die Mauern des Pavillons deutend, aus: Mein Gott! Wären alle Wände mit natürlichen Blumen ausgelegt, wie zauberiſch müßte das ſein! Schade, daß es ein Traum bleibt!
„Lord C** und Fräulein von Maran meinten, das laſſe ſich unmöglich thun. Urſula warf mir einen jener Blicke zu, deren Wirkung auf mich ſie kannte, und ſprach dann von etwas Anderem. Ich verſtand ſie.
„Den andern Tag waren die innern Mauern des Pavillons unter einer Hülle natürlicher Blumen ver⸗ ſchwunden. Eng gezogene Binſengitter mit Jasmin, weißen Nelken und Roſen, verdeckten den ganzen Hin⸗ tergrund, ſo daß das Auge Nichts, als eine blendende Schneeweiße gewahrte, worauf große Bouquets bunt⸗ farbiger Roſen regelmäßig vertheilt und mit langflat⸗ ternden, himmelblauen Atlasbändern befeſtigt waren, wie auf gemalten Tapeten.
„Sie glauben nicht, wie viel Geld und Mühe es koſtet, in vier und zwanzig Stunden dieſe ungeheure Maſſe Blumen aufzutreiben, die ein Getäfel von viel⸗ leicht hundert Quadratfuß erforderte.
„Urſula geruhte, ſich für dieſe Aufmerkſamkeit erkenntlich zu beweiſen, und mir die Qualen, die ſie doch ſelbſt verurſacht, zu verzeihen. So war ich denn wieder der Glücklichſte unter den Sterblichen“
„Ein anderes Mal, in Auteuil, an einem ſchönen, mondhellen Abende, kam das Geſpräch auf eine neue, damals ſehr beliebte, komiſche Oper von Auber, deren


