Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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vollſte Porcellan, die reichſten Farben, die beſten Ge⸗ mälde der beſten Meiſter! Zeder, der Fräulein von Maran kannte, mußte glauben, ſie ſei von Sinnen ge⸗ kommen; denn all die enorme Verſchwendung wurde ihr Schuld gegeben. Sie ließ die Leute bei dem Glau⸗ ben, und mehr noch ich; aus tauſend Gründen, wie Sie wiſſen.

Während des Winters gab Fräulein von Maran glänzende Bälle, in der Faſtenzeit treffliche Concerte, und im Frühlinge Soiréen im Freien in ihrem ſehr geräumigen Garten, einem wahren Paradieſe.

Das Hotel Maran wurde das angenehmſte, mo⸗ diſchſte, gefeiertſte Haus in Paris. Außerdem hatte Fräulein von Maran ihre Loge in der Oper und im italiäni⸗ ſchen Theater. Alles das vermittelſt der erwähnten vier⸗ zigtauſend Franken für's Jahr!

Als ich ihr am Ende des erſten Jahres Rechnung ablegte, ſchlug ſie ein helles Gelächter auf, erklärte mich für einen Zauberer und bat, ich möchte ihr Haus⸗ hofmeiſter bleiben. Mehr als zehntauſend Louisd'or hatte mich dieſe Ehre gekoſtet. Wie natürlich, war Ur⸗ ſula die Königin dieſer Feſte, die für ſie und faſt von ihr gegeben wurden, denn ſie machte die Honneurs mit unbeſchreiblicher Anmuth und hoher Würde. Auch legte ſie in den Concerten des Hotels Maran ein ſeltenes Talent für Muſik an den Tag. Bald redete man nur von ihr, von ihrem glänzenden und kühnen Geiſte, von ihrem muntern, ſpöttiſchen Witze, namentlich von ihrer reizenden Koketterie, die mich wahrhaft folterte und die ganze Wuth der Eiferſucht in mir weckte.

Auch Fräulein von Maran erfuhr den Einfluß dieſer verführeriſchen Frau, denn ſie bezauberte Alles, was in ihre Nähe kam. Immer ſich ſelbſt gleich, an⸗ ſpruchslos, ſchmeichelhaft, einnehmend, den Weibern ge⸗ genüber war ſie gegen die Männer bald die Wärme, bald die Kälte ſelbſt. So galt ſie denn zuletzt für