Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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ſens, und vermöge einer ſonderbaren Miſchung von Stolz und Unabhängigkeitsgefühl ſich nie zu gewiſſen Niedrigkeiten hergeben werde.

Es blieb alſo kein anderes Mittel übrig, um mich bei ihr einzuſchmeicheln und ſie zu beherrſchen, ſo weit dies überhaupt möglich war, als ſie in den

Stand zu ſetzen, das glänzende Leben, wovon ſie Tag

und Nacht träumte, zu verwirklichen, ohne daß ihre im höchſten Grade argwöhniſche Eigenliebe verletzt wurde.

Vergeſſen Sie ferner nicht, daß ich nie das Geld anſah, wenn es die Befriedigung eines noch ſo finn⸗ loſen Wunſches galt; am wenigſten, da ich Urſula liebte und noch liebe mit aller Hitze, aller Wuth einer unerwiderten, gereizten, ſtets ungefättigten Liebe . . . ch hatte alſo folgende Aufgabe zu löſen: mich Urſula unentbehrlich zu machen, indem ich ihr Genuß auf Genuß häufte und ſie mit allem erdenklichen Glanze umgab, ohne ihr Zartgefühl zu verletzen, vor Allem aber ohne der Welt mein Geheimniß zu verrathen.

Die Habſucht des Fräulein von Maran und ihr Haß auf meine Frau, die ſie nicht tief genug kränken konnte, kamen mir nach Wunſch zu ſtatten. Hören Sie wie:

Eines Tages fragte ich Fräulein von Maran in Gegenwart Urſula's, die, wie Sie wiſſen, bei ihr wohnt, wie viel ihr Haus⸗ und Stallweſen u. ſ. w. koſte. Vierzigtauſend Franken, war die Antwort. Unmöglich, rief ich aus. Sie ſehen ja Niemand bei ſich und fahren in den abſcheulichſten Wagen. Man beſtiehlt Sie. Mit dieſer Summe will ich Ihr Haus zum glänzendſten in ganz Paris machen, wenn Sie ſich mir anvertrauen und meinem Rathe folgen wollen.

Wie das? frayte ſie.

Geben Sie mir vierzigtauſend Franken für das Zahr, und ich beſtreite alle ihre Ausgaben. Sie ſol⸗ len gewiß zufrieden ſein, nur bitte ich mir ausdaß

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