Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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wider die ſandigen Dünen. Das heißt einen ent⸗ ſchloſſenen Charakter haben und die menſchlichen Schwächen von Grunde aus kennen. Drum werden Sie nicht ſtaunen über die vertraulichen Mittheilungen, die ich Ihnen noch zu machen habe.

Ich bin von ſo einfältigen, neidiſchen Menſchen umgeben, daß ich mich lieber tödten will, als ſie meine Leiden merken laſſen. Das wäre ein Triumph für ſie! Ob Sie, Necker, mich verachten, gilt mir gleich; ich muß endlich einmal meißen Klagen über mein Glück und Unglück, denn auch mein Glück iſt ein Unglück, Luft machen.

Ich hoffe von dieſer Fortſetzung meines Schrei⸗ bens ebenſo viel Erleichterung für mich als von dem Anfange. Auch ſchreiben Sie mir, Sie könnten erſt dann rathen, wenn Sie meine ganze Geſchichte wüßten. So hören Sie denn.

Die Nachricht, daß Urſula in Paris und von Anbetern umſchwärmt ſei, entflammte meine Eiferſucht. Um jeden Preis wollte ich ſie wiedergewinnen, obgleich jener garſtige Brief, der in die Hände Ihres Mannes gefallen war, mir alie Hoffnung zu nehmen ſchien. So verließ ich meine Gemahlin und reiſte von Ma⸗ ran nach Paris.

Ich fand Urſula ſchön, ausgelaſſen, ſpöttiſch und ſtolz, wie immer. Als ich ihr von meinem vergange⸗ nen Glück erzählte, lachte ſie mich aus; doch hielt ich an mich, denn mein Plan war gefaßt.

Fräulein von Maran, die Tante meiner Frau, empfing mich ungemein gütig. Vergeſſen Sie ihren Haß auf Mathilde nicht, ſonſt bleibt Ihnen das Fol⸗ gende unverſtändlich. Ich wußte, daß Urſula einen unbändigen Hang zu Vergnügungen und Luxus habe und dieſem Hange viel aufopfern könne, aber ich wußte auch, daß ſie trotz ihrer Lebhaftigkeit, trotz der Kühnheit ihrer Grundſätze, trotz der Leidenſchaftlichkeit ihres We⸗

Mathilde. v. . 2

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