Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Obwohl dieſe Abſicht nicht erreicht wurde, mußte der Brief, wie aus dem Inbalt zu erſehen iſt, ſchmerz⸗ liche Gefühle in mir erwecken. Inſofern verfehlte dieſe neue Hinterliſt des Herrn Lugarto ihr Ziel allerdings

nicht.

Der Brief meines Gemahls lautete:

*

Herr von Lanery an Paris, Januar 1835.

Ich danke für Ihren Brief, lieber Freund, und beeile mich in der Beantwortung Ihrer Anfragen:

Was wird aus Ihnen werden? Darf ich dem

Gerücht, das bis in meine Einöde vordrang, glau⸗

ben? Iſt es wahr, daß Sie der glückliche An⸗

beter der geprieſenſten Dame von ganz Paris ſind, einer Dame, die durch Geiſt und Körperreize die

Schmach ihres bürgerlichen Namens einer Ma⸗

dame Secherin in Vergeſſenheit gebracht hat?

Iſt es wahr, daß Fräulein von Maran, die Tante

Ihrer Gemahlin, Ihrer Eurydice, ihrem Ruin

entgegengeht? daß ſie das Geld zum Fenſter hin⸗

auswirft? daß der Glanz ihrer Feſte, die Pracht ihres Hauſes ganz Paris in Erſtaunen ſetzt, ꝛc. 2c. 2 Wir ſcheint, das heißt ein Bischen ſpät anfangen zu leben. fortzufahren.

Sie gehören zu jenen erprobten Freunden, denen man Alles vertrauen darf, weil ſie Alles verſtehen. Sie haben in der Pariſer Hölle zwei enorme Erb⸗ ſchaften verpufft, drei Gegner im Duell getödtet und eine ſchreckliche Verletzung überlebt, als Sie ſich das Gehirn verbrennen wollten. Jetzt ſind Sie von dieſen Thorheiten, wie Sie's nennen, zurückgekommen und

leben als Philoſoph, in tiefes Nachdenken verſunken,

in Ihrem alten Schloſſe am äußerſten Ende der Bre⸗ tagne und freuen ſich am Geplätſcher der Meereswogen