wandelten ſeine Selbſtanklage in herzliche Betrübniß und tiefes Mitleid mit der ſchwergeprüften allzufrüh verſtorbenen Gattin um.
Ungeſähr fünfzehn Monate nach dem Tode ihres Gemahls heiratete Mathilde von Lancery Herrn von — Rochegune. die trunkene Freude zurückſchließen, mit der ſie in die Zukunft blicken mußte.
Etwa um dieſelbe Zeit wurde ein kleines, einſam gelegenes Haus zwiſchen Luzarches und dem Walde von Chantilly abgebrochen. Das Haus hatte lange leer geſtanden. In der Ecke eines Schlupfloches, das neben dem Kamin des Schlafzimmers angebracht
war und dem in Mathildens Memoiren beſchriebenen total glich, fand man das Skelett eines Menſchen. Es war das Skelett Lugartos. Ehe Herr von Lancry ſeine Gemahlin bei Fräulein von Maran abholte, hatte er ſeinem Helfershelfer in dieſem Häuschen, wohin Mathilde heimlich gebracht werden ſollte, ein Rendez⸗ vous gegeben.
Fritz, der Eilbote Gontrans, ſollte die Ankunft ſeines Herrn und Mathildens durch Peitſchengeknall Herrn Lugarto anzeigen, und dann in der Poſt zu Chantilly auf den Wagen warten. Das Duell mit Herrn Secherin hatte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber Fritz, der dies nicht wußte, glaubte ſich unmittelbar auf den Reiſewagen gefolgt, beſtellte die Poſtpferde, gab, als er vor dem Häuschen ankam, das verabredete Zeichen mit der Peitſche und eilte weiter nach Chantilly. Auf dies Signal war Lugarto, der jeden Augenblick die Ankunft ſeiner Gäſte erwartete,
in das Verſteck gekrochen, um Mathilden jeden Argwohn zu benehmen. Die Vorſehung hatte es ſo geordnet, daß die innere Sprungfeder des Schloſſes den Dienſt verſagte, als Lugarto aus dem Schlupfwinkel hervor⸗ wollte. Er ſchrie und ſchrie. Aber Alles umſonſt.
Aus der Größe ihret frühern Opfer kann nian auf
1


