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Niemand konnte ihm helfen, weil er allein im Hauſe war. Den folgenden Tag kehrte der Eilbote zurück, klopfte an die Thüre, erhielt keine Antwort und machte, daß er nach Paris kam, wo er den Tod des Herrn von Lanery erfuhr ... Lugarto hatte von jeher ein ſo unſtetes, geheimnißvolles Leben geführt, daß er nirgends vermißt wurde.
Man wird ſich über all das Böſe, das dieſer ſchändliche Menſch angerichtet, nicht wundern, wenn man die Mittel bedenkt, die ihm zu Gebot ſtanden. .. Für dieſen ruchloſen, mit allen möglichen Laſtern be⸗ fleckten, von Grund aus verderbten Menſchen war das Böſe eine Art von Wolluſt geworden. Mit Hilfe des Geldes, ſeines Spionirſyſtems und ſeiner Fertigkeit in Nachahmung fremder Handſchriften hatte er nach der Reihe Herrn von Mortagne, Emma, Frau von Riche⸗ ville, Herrn von Rochegune und Mathilde tödtliche oder unheilbare Wunden verſetzt.
Wer weiß, welch hölliſche Pläne zwei ſolche Sub⸗ jecte in Zukunft noch entworfen und ausgeführt hätten!!
Herr Secherin ging nach dem Duell auf Reiſen. Das Andenken Urſula's verfolgte ihn überall hin .. der Tod des Herrn von Lanery hatte ihn gerächt, aber nicht getröſtet.
Fräulein von Maran blieb nach wie vor unter dem furchtbaren Druck ihrer Dienerſchaft, namentlich Serviens. Sie ſtarb, wie ſie gelebt hatte. Ohne den feſten und entſchiedenen Willen des Herrn von Roche⸗ gune würde Mathilde alles Mögliche gethan haben, die letzten Stunden ihrer Tante zu erleichtern.
Frau von Richeville überließ ſich immer härtern Bußübungen. Die langen Seelenleiden untergruben ihre ohnehin ſchwache Geſundheit vollends. Sie ſtarb bald, nachdem ſie das großherzige Opfer, das Mathilde Emma gebracht, erfahren hatte.
Herr von Senneville brachte ſeinen ſtrafbaren Leicht⸗ finn durch offenes Geſtändniß ſeines Unrechts und herz⸗


