Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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Sie werden ihm zugeſprochen haben, fragte Ma⸗ dame Secherin, auf ihren Sohn weiſend.

Ich habe von Ihnen geſprochen, erwiederte ich. Sie können glauben, er iſt ein ehrerbietiger, zärtlicher Sohn. 1

Ich glaube es, denn ich will nur ſein Beſtes.

Das weiß er, Madame.

Dann gab ich, auf die Mutter deutend, Herrn Secherin zu verſtehen, er ſolle einige Worte kindlicher Zärtlichkeit an ſie richten. Seine Kälte erſchreckte mich. Ich fürchtete, Madame Secherin werde meine Anweſen⸗ heit benützen, um ihrem beklommenen Herzen in Vor⸗ würfen gegen ihren Sohn Luft zu machen.

Herr Secherin näherte ſich ſeiner Mutter, ergriff ihre Hand und küßte ſie mit den Worten;Verzeihung, liebe Mutter! Sie wiſſen, daß ich ſeit einiger Zeit leidend bin, daher vielleicht mein launiſches Weſen, das ich meiner Coufine gebeichtet habe. Sie hat mich tüchtig ausgezankt, fügte er trübe lächelnd hinzu . Ich will gewiß anders werden.

Das wird Dir ſehr ſchwer fallen, erwiderte die Mutter ernſthaft.

Das Gefürchtete drohte einzutreffen.

Ich warf einen flehenden Blick auf Herrn Seche⸗ rin, um ihn zur Mäßigung aufzufordern. Aber auch er war ſeit lange erbittert. Dazu kam, daß meine Gegenwart alle Wunden aufgeriſſen hatte. Ich er⸗ zitterte bei dem Gedanken, daß ich die unſchuldige urſache eines betrübenden Auftrittes zwiſchen Mutter und Sohn werden könne.

Doch Herr Secherin ließ ſtumm den Kopf ſinken.

Ein guter Sohn, fuhr Madame Secherin mit er⸗ Stimme fort,ſoll ſeine Mutter über Alles ieben.

Wie ſchwer es mir auch ward, ich habe alles Mögliche gethan, Ihnen meinen Gehorſam zu bewei⸗