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„Dies Auge, dieſer Mund“ — rief er mit dumpfer Stimme, und drückte die geballten Fäuſte an ſeine Augen .. „ich werde ſie nie wiederſehen nie, nie wieder ich hab's verdient, ich habe nicht den Muth gehabt, ihr zu verzeihen . . . . ich hörte auf den unverſöhnlichen Haß meiner Mutter . . ich war kein Menſch. nein, ein Kind . ein Thor. .
In tiefer Bewegung ging er neben mir her. Nach einigen Augenblicken fuhr er fort: „Verzeihung, liebe Coufine, Verzeihung! Ach! So leben wir Beide, Mut⸗ ter und Sohn, ſchon zwei Jahre in dieſem Hauſe, ſo kalt und ſtumm, wie das Grab .. Den Vormittag gehe ich ſpazieren. . ohne zu wiſſen, wohin:.. Dann komme ich zum Eſſen heim ... Bei Tiſche blicke ich immer den Platz an, wo ſie ſaß. .. Den Abend leſe ich der Mutter vor, oder ſie mir .. . ich leſe, ohne zu 4 wiſſen, was, ohne zu hören, ohne zu verſtehen. Um
eeilf Uhr ſpricht Mutter laut das Nachtgebet, und wir trennen uns. Dann gehe ich in unſere Kammer, die ich nicht habe verlaſſen wollen ... Dann wälze ich mich auf einſamem Lager hin und her. . ... Dann dulde ich, wie am erſten Tage, alle die Qualen einer wahn⸗ ſngen vorzweiflungsvollen Eiferſucht . . wenn ich
Herr Secherin hielt ein, drehte ſich um, ſtampfte wüthend auf den Boden und brach, die Fäuſte gen Himmel hebend, in den Ausruf aus: „Ja, ja, ich will, ich muß ihn tödten, dieſen Menſchen!“ . Haſtig ging er weiter.
Eine der Hausmägde erſuchte uns, im Namen der Madame Secherin, in den Sal zu kommen.
„Lieber Sohn,“ ſagte ſie, als wir eintraten; „Deine Couſine eilt vielleicht. Wir dürfen ſie nicht aufhalten.“
„Wirklich ruft ein dringendes Geſchäft, das keinen Aufſchub leidet, mich nach Paris,erwiederte ich. „Sonſt würde ich einige Tage Ihr Gaſt ſein.“
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