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Blätter rauſchten unter meinen Schritten, und der grauumwölkte Himmel eines Herbſtmorgens warf ſein trübes Licht auf dies ſchon ſo trübe Gemälde.
Die Gruppe von ſteinernen Figuren am Ende jener Hagebuchenallee, wo ich die erſten Geſtändniſſe Gontrans an Urſula belauſcht hatte, drohte gänzlichen Verfall. Im Hausflur traf ich eine der beiden Mägde des Hauſes und erfuhr, daß Madame Secherin im Salon ſei.
Ich ging durch das Vorzimmer und den Eßſal. Eiſige Kälte herrſchte dort; die ſonſt ſo hübſch gerö⸗ theten, und gebohnten Flieſen ſpielten ins Gräuliche und ſchwitzten Feuchtigkeit aus. Alles ſchien vergeſſen und vernachläſſigt. War das wirklich das Haus der Madame Secherin, die überall ſtreng auf Pünktlichkeit und Ordnung hielt?
Leiſe und von Madame Secherin unbemerkt, trat ich durch die offene Thüre in den Salon ein. Sie ſaß vor ihrem Spinnrade und trug, wie immer, ein ſchwarzes Kleid und eine weiß-leinene Kopfbedeckung. Ihr alter grauer Papagei, ſtarr vor Kälte, hockte auf der Stange, während der Wind die loſe am Geländer herabhängenden, entblätterten Rebhölzer hin und her wehte und gegen die vom Nebel beſchmutzten Fenſter⸗ ſcheiben antrieb. Zwei geſchwärzte Scheite Holz brann⸗ ten langſam auf dem Aſchenhaufen des Kamines. Die Vorhänge und Ueberzüge des Zimmergeräths, einſt ſo weiß wie Schnee, waren durch den Rauch gelb ge⸗ worden. Kurz, die alte Nettigkeit dieſer Wohnung, die faſt an Luxus gränzte, war ſpurlos verſchwunden. neberall die Hinfälligkeit und Sorgloſigkeit des Al⸗ ters, das uns zuruft: wozu dieſe Mühe? morgen iſt's vorbei. 5
Der Gedanke an das heitere, fröhliche Leben, das eine junge und ſchöne Frau in dieſen Mauern auf kurze Zeit hervorgezaubert hatte, machte mich


