Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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bei ihr zu wohnen, hob alle meine Be⸗ enken. Als Blondeau meinen Entſchluß erfuhr, weinte ſie vor Freude, und traf eiligſt alle Vorkehrungen zur Reiſe, aus Furcht, ich möchte mich eines andern be⸗ ſinnen.

Ende Herbſtes verließ ich Maran.

Schnell fuhr ich an Rouvray vorüber, unſchlüſſig, ob ich Madame Secherin beſuchen ſolle oder nicht. Ich hatte von ihr und ihrem Sohne Nichts gehört ſeit je⸗ nem Tage, da ſie nach Maran gekommen war, um Urſula zu melden, daß mein Couſin, über ihr Betragen empört, ſich auf immer von ihr trennen wolle.

Ich fürchtete, der Beſuch möge bei mir und bei jenen Unglücklichen alle kaum vernarbten Wunden öff⸗ nen. Auf der andern Seite wollte ich gegen den Kum⸗ mer eines ſo ehrlichen, guten Menſchen nicht gleichgül⸗ tig ſcheinen. Schon befand ich mich der Fabrik des Herrn Secherin gegenüber und befahl dem Poſtillon, Schritt zu fahren, um dadurch Zeit zum Nachdenken zu gewinnen, als Herr Secherin plötzlich aus einem Nebenwege in die Hauptſtraße umbog.

Er erkannte mich, blieb ſtehen, ſah mich einige Augenblicke verſtört an, verbarg das Geſicht in den Händen und kehrte haſtig wieder um.

Welche Veränderung, mein Gott! Er hatte mich erkannt, folglich mußte ich ſeine Mutter beſuchen. Ich ließ Blondeau am Ausgange jener Lindenallee, wo mir einſt Urſula begegnet war, mit dem Wagen warten und ging allein weiter,

Der früher ſo ſorgſam gepflegte Garten bot den traurigſten Anblick dar. Ueberall wucherte das Un⸗ kraut, die Wege waren mit Gras überwachſen; die alten, ſonſt ſo ebenmäßig beſchnittenen, Bäume ver⸗ ſchlangen ihr Laub ineinander und raubten die Aus⸗ ſicht auf die lachenden Ufer der Lire; keine Spur von Blumen auf den verödeten Beeten; die welken