Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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zuwerfen; aber die Zunge der Verleumdung hat alle meine Schwächen auf die abſcheulichſte Weiſe übertrie⸗ ben. Nur der Geſammteinfluß eines Mannes, meiner Familie, meiner Verbindungen, meines Vermögens, meines Charakters konnte ſie zum Stillſtande brin⸗ gen. Seit ich aus dem Geräuſche der Welt mich zu⸗ rückog, ſeit ich mit den Jahren und durch Unglück, Reue und Religion im Leben und in Grundſätzen feſter wurde, habe ich bei meiner nächſten Umgebung nichts als Schonnng, Nachſicht und Theilnahme gefunden.

Ich brauche Ihnen nicht zu ſagen, daß die oben⸗ genannten Perſonen, die ich faſt täglich ſehe, die Elite der beſten Geſellſchaft ſind, daß ihr Umgang gewiſſer⸗ maßen von den Vergehungen der Jugend mich frei⸗ ſpricht. Namentlich gehören der Fürſt und die Fürſtin von Héricourt zu den Perſonen, deren ganzes Leben in ſo reinem Glanze ſtrahlt, deren Charakter eine ſo gebieteriſche Autorität beſitzt, daß ihr Lob oder Tadel die Art und Weiſe Ihrer Aufnahme in der Welt be⸗ dingt; kurz der Fürſt von Héricvurt iſt der Schutz⸗ herr aller Edlen, Zartfühlenden, Muthvollen und Er⸗ habenen. Es gereicht der Geſellſchaft zur Ehre, daß ſie ihm, ungeachtet der Zurückgezogenheit, in der er lebt, und nach den Unglücksfällen, die er ſo würdevoll trägt, einen größern Einfluß zugeſteht, als früher. Darf ich nicht mit Recht ſtolz ſein auf die Anhänglichkeit und Freundſchaft dieſes ehrwürdigen Paares?

Auch der Umſtand, daß Emma die Liebe findet, die ſie verdient, erfüllt mich mit Freude und Dank⸗ barkeit.

Vielleicht, daß man um das Geheimniß ihrer Geburt weiß, obgleich ſie für eine angenommene Waiſe gilt; jedenfalls zeugt das Zartgefühl, womit das Ver⸗ hältniß Emma's zu mir behandelt wird, von Wohl⸗ wollen für mich. Sie haben ſich überzeugt, wie ſchön Emma war; wenn mein Mutterauge mich nicht blen⸗ det, iſt ſie noch ſchöner geworden. Die Erziehing, die