angewieſen habe, die beträchtlich genug ſei, um mir
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Ich ging viel, um mich körperlich recht abzumat⸗ ten. Zurückgekehrt, ſetzte ich mich ganz mechaniſch an meinen Stickrahmen nieder. Jede muſikaliſche Beſchäf⸗ tigung war mir unmöglich; denn ich war nervös ſo erregt, daß der Ton des Pianoforte mich ſchmerzlich durchzuckte und in Thränen wie auflöſte.
Frau von Richeville ſchrieb mir oft. Gleich nach der Ankunft meines Gemahls in Paris hatte ſie mir einen Beſuch in Maran verſprochen. Doch lehnte ich das Anerbieten dieſer trefflichen Freundin ab, weil ich wußte, wie ſchwer ihr die Trennung von Emma, die
im Kloſter ihre Erziehung vollendete, fallen würde,
und bat ſie, weder ihre Tochter zu verlaſſen, noch mir je wieder die Namen des Herrn von Lanery oder Ur⸗ ſula's zu nennen, da ich ſchlechterdings Nichts mehr von ihrem Leben hören wolle.
Die Briefe der Frau von Richeville athmeten lautere Zärtlichkeit und Güte. Obwohl ſie meinen Kummer begriff und zu würdigen wußte, lud ſie mich doch zu ſich nach Paris ein. Aber nimmer wäre ich damals zu bewegen geweſen, mich auf's Neue in das Geräuſch der Welt zu ftürzen.
Durch meine Geſchäftsleute erfuhr ich von dem verſchwenderiſchen, mein Vermögen aufzehrenden Lebens⸗ wandel des Herrn von Lanery. Weil unſer Heirats⸗
vertrag auf Gütergemeinſchaft lautete, durfte er ge⸗
ſetzlich und ungeſtraft mein Vermögen durchbringen. Ich befand mich ſomit ganz in ſeinen Händen.
Doch ließen mich dieſe Geldangelegenheiten ziem⸗ lich gleichgültig. Die Penſion, die ich von ihm bezog, reichte für wenig Bedürfniſſe hin. Uebrigens war ich von Frau von Richeville benachrichtigt worden, daß Herr von Mortagne zwar allzu plötzlich abgeſchieden ſei, um alle Güter, die er mir hinterließ, gegen die Verſchwendungsſucht meines Gemahles ſicher zu ſtellen, daß er aber ihr, der Frau von Richeville, eine Summe


