Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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Als Sie hier ankamen, habe ich Ihnen mein anzes Vergnügen zu erkennen gegeben, welches mir hr Wiederſehen verurſachte.

Ihr ganzes Glück, theurer und ſchöner Vetter, Ihr Glück, wenn es Ihnen gefällig iſt. Ach, fügte Urſula bei, indem ſie die Hand auf das Herz legte und meinen Gatten mit ironiſchem Lächeln anſah,jedes Ihrer Worte iſt mit unverlöſchbaren Lettern hier ein⸗ geſchrieben.

Gontran ſchien von dieſem bittern Spott faſt ver⸗ letzt zu werden; ſeine Stirne furchte ſich etwas und er ſagte mit feſtem Ton:

Ich bin entzückt, gnädige Frau, Sie ſo ſcherzhaft aufgelegt zu ſehen; meine Aufgabe wird nur um ſo leichter zu löſen ſein.

Nur ſchnell, ſchnell, ich ſtehe wie auf glühenden Kohlen, lieber Vetter, und brenne vor Verlangen, den Schluß aller dieſer Reden zu hören und zu erfahren, wozu dieſe feierliche Ueberſicht unſerer wie ſoll ich ſagen? unſerer Liebe nein, ſicherlich nicht, denn Sie ſind unfähig, mir ein ſolches Gefühl einzuflößen ſagen wir unſerer Koketterie, das, glaub' ich, iſt das rechte Wort meinen Sie nicht auch?

Gut, verſetzte Gontran,ich ſetze alſo die Ueber⸗ ſicht unſerer Koketterie fort. Bei Ihrer Ankunft in Maran bekannte ich Ihnen das ganze Glück, welches ich empfand, Sie wiederzuſehen, ſowie meine Hoffnung, S hieſiger Aufenthalt werde ſich möglichſt ver⸗ ängern.

Auch das verhält ſich ſo, ſchöner Vetter, und am nächſten Morgen machten wir dann eine ſehr hübſche Jagdpartie. Sie haben ſogar ſehr zärtlich geſcholten, daß ich den ſchallenden Ton Ihrer Jagdhörner Ihren Liebeserklärungen vorzöge, und ich muß es zu meiner Schande geſtehen, daß ich dieſe Vorwürfe verdiente. Es gab für mich nichts Hinreißenderes, nichts Neueres