Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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Beichte Mathilde, vergib mir, noch einmal: Ver⸗ zeihung!

Ich bin Ihnen im Gegentheil dankbar für dieſe Bekenntniſſe, mein Freund, denn ſie beruhigen mich. Es iſt beſſer, die Wahrheit zu kennen, ſie ſei auch noch ſo traurig, als ſich emnen entſetzen, die oft furchtbarer find, als die Wirklichkeit.

Mathilde, jetzt ſchwöre ich Ihnen noch bei mei⸗ ner Ehre, bei dem Theuerſten, was ich auf Erden mein nenne, bei Ihnen! daß ich bei dieſer Zuſammenkunft, das Herz nur von Ihnen erfüllt, von Ihrer Güte, Ihrer Großmuth zu Ihrer Couſine reden, daß ich kein Wort ſagen werde, ohne der Thränen eingedenk zu ſein, welche Sie, edles, himmliſches Weſen, um meiner willen vergoſſen haben. Ich ſchwöre Ihnenendlich, daß die flüchtige Neigung, welche ich Ihnen Kbeichtet, zerfloſſen iſt vor dem heiligen, mächtigen Bande, wel⸗ ches uns noch enger an einander knüpft. Mathilde, Mathilde, der unwürdigſte der Männer müßte ich ſein, wenn Ihr Zuſtand nicht hinreichte, Sie meiner zärt⸗ lichſten Sorgfalt und tiefſten Ehrfurcht zu empfehlen. Glauben Sie mir dies und wohnen Sie ohne Beſorg⸗ niß unſerer Unterredung bei. Mathilde, ich bin ſtolz darauf, Ihnen zu beweiſen, daß ich wenigſtens für begangene Fehler büßen kann.

O, ich glaube Ihnen, ich glaube Ihnen, mein hochgeliebter Gontran; ich überlaſſe mich Ihrem Rathe, ie ii ich werde den Muth haben, dieſe Prüfung zu eſtehen.

Dank, o Dank Ihnen, Mathilde, daß Sie mir alſo Gelegenheit geben, mich zu rechtfertigen. Aber ich will nicht, daß Ihnen der geringſte Zweifel bliebe. Ich weiß, die Liebe hegt gar leicht Verdacht. Hören Sie, ſagen Sie Blondeau, dieſe ſoll Ihre Couſine bitten, zu Ihnen zu kommen. Sie verbergen ſich hier nebenan in Ihrem Alkov. Steht dieſe Glasthüre halb offen und iſt dieſer Vorhang etwas in die Höhe ge⸗

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