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Nach kurzem Nachdenken rief Gontran freudeſtra⸗ lend aus: .
S Mathilde, Mathilde, welch glücklicher Ein⸗
fall! Wollen Sie einen doppelten Beweis meines auf⸗ richtigen Wunſches, Sie den Kummer vergeſſen zu machen, welchen ich Ihnen verurſachte?“
Und wie das?
„Sie ſollen irgendwo verſteckt, wo Sie Alles ſehen und hören können, der Unterhaltung, welche Ihre Eiferſucht ſo ſehr fürchtet, anwohnen.“ 3
Gontran, was ſagen Sie? Ach, ſolch' ein
Probe —
„Brgt Nichts, was Sie erſchrecken könnte. Zum letzten Male, Mathilde, mein lieber Engel, ich will Ihnen Alles ſagen, Alles anvertrauen, will ſo offen ſein, als Sie großmüthig ſind. Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihnen Schmerz bereite, ich werde den Muth dazu haben, denn ich bin wenigſtens ſicher, daß mein aufrichtiges Bekenntniß Ihre überſpannte Furcht zer⸗ ſtören wird. Sie werden erkennen, daß ich mehr un⸗ vorſichtig und unbedachtſam, als ſchuldig war, werden ſehen, daß Urſula, wenn ſie auch mir gegenüber kokett war, nicht als über einen ernſten, unverbeſſerlichen Fehler zu erröthen braucht. Nun ja, geſtern habe ich ſie im Scherze mit meinem Arm umfaßt und wollte ſie umarmen; ich weiß, es war das ein unverzeihlicher Leichtſinn, obgleich ihn unſer verwandtſchaftliches Ver⸗ hältniß vielleicht entſchuldigen kann.“
Und in Rouvray, Gontran?
„In Rouvrah habe ich Urſula, wie hier, die Auf⸗ merkfamkeit bewieſen, welche man allen Frauen ſchul⸗ det. Ich habe Ihr geſagt, ſie ſei liebenswürdig und es werde mir lebhafte Freude bereiten, ſie auf längere Zeit bei uns zih ſehen. Sie hat dieſe Galanterien mit Koketterie aufgenommen, aber lachend und ohne etwas Ernſthafteres in denſelben zu erblicken, als ſie enthiel⸗ ten, das verſichere ich Sie. Das iſt meine ganze


