Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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lich beſeitigen, aber erſt durch eine lange Correſpon⸗

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Sie wollen ihr ſagen *

Ich werde ihr ſagen, daß wir Beide ohne Ueber⸗ legung gehandelt, daß ſie die Ruhe des beſten Man⸗ nes und ich den Frieden des zärtlichſten, herrlichſten Weibes aufs Spiel geſetzt. Ich will ihr ſagen, daß unſere Unvorſichtigkeit Ihren Argwohn erregt, daß ich um Nichts in der Welt Ihnen den geringſten Kummer verurſachen möchte, und endlich werde ich ſie bitten, ihren Gatten zur Abreiſe zu beſtimmen.

Ich ſchwieg einen Augenblick, denn trotz meinem Vertrauen auf Gontrans Liebe, auf mein Uebergewicht über Urſula, war es mir doch peinlich, zu denken, daß mein Gatte noch eine geheime Unterredung mit meiner Couſine haben ſollte.

Ach, dieſer Gedanke erweckte meine ganze Eifer⸗ ſucht wieder und bewegt ſagte ich zu Gontran:

Um Urſula zur Abreiſe zu beſtimmen, müßten Sie ſie wohl um eine Zuſammenkunft angehen?

Gewiß.

Ach, Gontran, ich muß es geſtehen, dieſer Gedanke iſt mir ſchrecklich.

Nun, ſagte er lächelnd,ſo muß ich wohl mehr Muth zeigen, als Sie. Aber wie ſollte es anders gehen können, meine arme Mathilde?

Ich weiß es nicht. 2

Ich wage den Vorſchlag, daß Sie ſelbſt mit Ihrer Couſine ſprechen möchten

Nein, das würde mir, wie ich wohl fühle, wehe

thun. Von meiner Seite müßte ein ſolcher Vorſchlag

ſie bitter berühren; ich vermag nicht zu vergeſſen, daß ſie meine Freundin, meine Schweſter war.

Aber was ſoll denn geſchehen? Ich könnte ihr ſchreiben, aber das iſt gefährlich, und dann gibt es

tauſend Dinge, welche man wohl ſagen kann, aber

nur nicht ſchreiben, Einwendungen, die man nur münd⸗

denz entfernen kann.