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ſprechen zu hören, ſagte ich lächelnd, und doch iſt Nichts einfacher, obſchon ich jetzt durchaus keinen Widerwillen, keine Eiferſucht gegen ſie empfinde — ich habe hiezu nicht Zeit, ich bin zu glücklich! Sie war Ihnen gegen⸗ über kokett, Sie zuvorkommend gegen ſie, ich verzeihe dies Alles. Es ſind jugendliche Thorheiten, welcher Sie ſich nun nicht mehr erinnern, mein Geliebter. Ich wünſche blos, daß Sie, dem ſo viel Takt und Geiſt zu Gebote ſteht, ein Mittel ausfindig machen möchten, Urſula ohne Härte, ohne ſie zu ſehr zu kränken, von uns zu entfernen; denn ich kann nicht umhin, ſie zu beklagen. Vielleicht hat ſie einen Augenblick ſogar ge⸗ wähnt, von Ihnen geliebt zu werden.
Gontran blickte mich verlegen an und ſchien das, was er hörte, kaum glauben zu können.
Nach einem kurzen Stillſchweigen rief er aus:
„Immer erhaben! immer großmüthig! Ha, ich wäre der ſtrafbarſte Mann, könnte ich je Ihr Betra⸗ gen bei dieſer Gelegenheit vergeſſen. Ja, Sie haben Recht, Mathilde, ich werde mich dieſer jugendlichen Thorheiten entledigen, wie es meine Pflicht iſt. Ihre Couſine muß abreiſen, und zwar ſo bald, als möglich, nicht weil ich etwa in meinem Entſchluſſe wankend zu werden befürchte, ſondern weil ihr Anblick Ihnen pein⸗ lich werden könnte, wenn einmal die erſte Trunkenheit Ihrer Freude vorüber.“
Sie haben Recht, lieber Freund, Sie kennen mich beſſer, als ich mich ſelbſt kenne. Wenn Sie wüßten, wie viel ich Urſula's wegen gelitten — — Aber ſtill, Gontran, wir wollen nicht mehr darüber ſprechen — Alles iſt vergeſſen. Es wird Urſula leicht werden, ihren Mann zu beſtimmen, Maran zu verlaſſen, er kennt keinen andern Willen, als den ihrigen. Doch, fügte ich zögernd hinzu, wie werden Sie es anfan⸗ gen, Urſula zu dieſem Entſchluß zu bringen?
„Nichts iſt einfacher, als dieſes; frei und offen werde ich ihr Alles ſagen —“


