Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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zu Boden gedrückt, daß ich die ganze Nacht in Thränen und Gebet zubrachte. .

Auch Du, meine gute Blondeau, wirſt närriſch

werden vor Freude, wenn Du es erfährſt aber ſchnell, rufe Herrn von Lanery, geh'!

Der Herr Vicomte hat ſich bereits nach dem Befinden der gnädigen Frau erkundigen laſſen, wie auch Herr und Madame Secherin. Ich antwortete,

Sie hätten eine ſchlechte Nacht gehabt und der gnä⸗

dige Herr ſchien ſehr beunruhigt.

Nun ſo geh' und hole ihn ſchnell! Ich will ihn beruhigen.

Blondeau ging weg.

Je näher der Augenblick rückte, wo Gontran kom⸗ men ſollte, deſto gewaltiger klopfte mein Herz.

Mein Gatte kam.

Ich ſank ihm weinend in die Arme, unfähig, auch nur ein Wort hervorzubringen.

Gontran täuſchte ſich, denn er nahm meine Thrä⸗ nen für einen Ausbruch des Schmerzes. Gewiß glaubte er, ich habe geſtern geſehen, wie er Urſula umarmte, und ſei in Verzweiflung darüber.

Verlegen ſagte er:

Ich bitte Sie, urtheilen Sie nicht nach dem Schein, weinen Sie nicht.

Ich weine ja vor Freude, Gontran, Freude iſt's; betrachten Sie mich wohl! rief ich aus.

In der That, ſagte mein Gatte,dieſes Lächeln,

dieſes Glück, welches aus allen Ihrer Züge ſtralt

Mathilde, Mathilde, was bedeutet das? Es bedeutet, daß ich Alles weiß und Ihnen Alles

verzeihe. Ja, mein geliebter Gontran, ich war Zeuge,

wie geſtern auf der Terraſſe Ihr Arm Urſula umfaßte,

ich ſah geſtern Ihre Lippen die Wangen Urſula's ſtreifen. Nun, ich verzeihe Ihnen, hören Sie wohl? Ich ver⸗ zeibe Ihnen, weil Sie ſich ſelbſt bald bitterer ankla⸗