Teil eines Werkes 
10. bis 12. Bändchen (1845)
Entstehung
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zu brechen vor den unendlichen Hoffnungen, welche das Muttergefühl mir verlieh.

Schon in den Worten: mein Kind erziehen, lag eine Welt neuer Gefühle.

Allmälig tagte es.

Mein erſter Gedanke war, meinem Gatten Alles mitzutheilen, durch dieſes plötzliche Geſtändniß ſeine Kälte in Anbetung zu verwandeln.

Dann aber beſchloß ich, den Augenblick meines Triumphes noch zu verzögern, um ihn mehr zu ge⸗ nießen.

Ich empfand eine eigenthümliche Art von Freude, indem ich mir ſagte: Duͤrch ein Wort kann ich Gon⸗ tran mehr Liebe zu mir einflößen, als er je empfun⸗ den, ihm, der mich geſtern noch um eines andern Wei⸗ bes willen vergaß.

Der Zukunft ſicher, geſiel ich mir darin, die Er⸗ innerungen der trübſten Tage an meiner Seele vor⸗ überziehen zu laſſen.

Ich that, wie jene Menſchen, welche, wunderbar aus einer großen Gefahr gerettet, noch einmal mit einer mit Entſetzen gemiſchten Freude den Abgrund be⸗ trachten, welcher ſie zu verſchlingen drohte, die Klippe, an welcher ſie faſt geſcheitert wären.

Mitten unter dieſen Gedanken überfiel mich ein tiefer, erquickender Schlummer.

Spät erwachend, fand ich meine arme Blondeau ſehr beſorgt und traurig an meinem Bette. Mein Kummer war ihr nicht entgangen, aber ſo groß auch mein Zutrauen zu ihr war, ſo hatte ich doch nie ein Gontran anklagendes Wort zu ihr geſprochen.

Mein Geſicht ſtralte von einer ſo lebhaften Freude, daß Blondeau ausrief:

Zeſus, mein Gott, welch ein Glück hat ſich denn ereignet, gnädige Frau? Ich verließ Sie geſtern ſo