Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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Ach, die düſtere Stimmung des Geiſtes und der Seele wirft über die lachendften Gegenſtände einen Trauerſchleier und findet ſelbſt in dem, was Andere entzückt, trübe Vorzeichen.

Herr Secherin war ſo außer ſich über das leben⸗ dige Schauſpiel vor ſeinen Augen, daß er meinen Zu⸗ ſtand der Niedergeſchlagenheit und Trauer gar nicht bemerkte. Das Unwohlſein, welches mich ſeit einiger Zeit bedrückte, nahm immer zu und ich fühlte oftmals ein unbekanntes Beben, welches ich einer Nervener⸗ ſchütterung zuſchrieb. Mein Kopf war dumpf, matt und ſchwer.

Wir waren auf einem Kreuzweg des Waldes angekommen und hatten Halt gemacht. Urſula und Gontran kamen raſch aus einer Seitenallee heran.

Ich wähnte, ſie würden zu uns kommen, und bog mich aus dem Wagen.

Sie waren in der That bald uns zur Seite, allein ſie hielten nicht an.

Mathilde, rief Urſula, ſchnell vorüberfliegend

und mit der Hand grüßend,ich bin außer mir, be⸗

rauſcht von der Jagd.

Und mit hochrothen Wangen, mit keckem, funkeln⸗ dem Blick verſetzte ſie ihrem Pferde einen Gertenhieb, um es ſchneller vorwärts zu treiben.

Der Hirſch wird jetzt nicht mehr länger, als eine halbe Stunde aushalten! rief Gontran,die Hunde jagen prächtig, die Jagd wird austreten.

Und ſich im Sattel vorbeugend, holte er Urſula wieder ein und Beide verſchwanden aufs Neue.

Wie ſie ſich erluſtirt! Gott, wie ſie ſich erluſtirt!

ſagte Herr Secherin voller Freude.Aber, Couſine, was will denn Herr von Lanery mit den Worten ſagen: die Jagd wird austreten?

Ich hatte meinen Gatten oft genug von der Jagd

ſprechen hören, um die Frage des Herrn Secherin be⸗ antworten zu können: Das will ſagen, daß das unglückliche Thier, im

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