Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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nen über Ihre Unerſchrockenheit und Ihre Grazie noch nicht zurückkommen. Man vergißt die Gefahr, welche Sie laufen, um nur daran zu denken, Sie zu bewun⸗ dern.

O, es iſt ſo kurzweilig, zu reiten, verſetzte Ur⸗ ſula unbefangen und ſetzte, zu mir gewandt, hinzu: Wie kannſt Du Dich doch dieſes entzückenden Ver⸗ gnügens berauben? Was für ein Glück iſt es, beſon⸗ ders für die Frauen, unſerer Schwäche zum Trotz ein Geſchöpf beherrſchen, bändigen, bezwingen zu können, ein Weſen, welches uns tauſendmal tödten würde, im Falle man ſeiner Kraft nicht Gewandtheit, ſeinem rohen Starrſinn nicht einen verſtändigen Willen ent⸗ gegenſetzte.

Das iſt ſo ziemlich die Geſchichte Ihrer Herr⸗ ſchaft im Allgemeinen, ſagte Gontran lächelnd,und Sie bändigen uns Männer ungefähr nach denſelben

Grundſätzen und durch dieſelben Mittel. Aber, mein

Gott, was wandelt Sie denn an, theure Freundin? fragte mich Herr von Lanery, die Entſtellung meiner Züge wahrnehmend, denn Urſula's Triumph und die ihr von Gontran gezollte Bewunderung thaten mir entſetzlich wehe.

Mir fehlt Nichts, mein Freund, antwortete ich, allein das Beiſpiel Urſula's ermuthigt mich und von morgen an will ich durchaus reiten lernen.

Aber Sie haben es nie verſucht, theure Freundin, und vdann glaube ich, daß Sie wenig Anlage dazu haben, weil Sie zu ſchüchtern ſind.

Ich ſage Ihnen, daß ich reiten werde und ſollte ich mich auch auf der Stelle dabei tödten! rief ich aus.

Gut, gut, wir wollen weiter darüber reden, ſagte Gontran.Aber brechen wir auf, denn es iſt ſchon ſpät. Ich ſtehe zu Ihrem Befehl, Couſine.

Wir ſehen uns bald wieder. Adieu, Mathilde, ſagte Urſula mit der Hand grüßend.

Begehen Sie keine Unbeſonnenheit, mein gutes