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Sel der Jagdhörner mit den Hunden aufbrechen ehen.
Ein leichter, mit vier Pferden beſpannter Wagen fuhr an der Treppe vor. Ich ſetzte mich mit Herrn Secherin ein.
Ich verweile bei dieſen kindiſchen Angaben von Pracht nur aus zwei Gründen, zuerſt, weil die Blicke
Urſula's mich wahrnehmen ließen, daß ſie dieſen Pomp
ebenſo ſehr bewunderte, als begeidete, und dann, weil dieſer Feſtſchimmer einen ſcherzlichen Gegenſatz zu meinem Kummer bildete.
Ich erwartete ungeduldig das Erſcheinen Urſula's. Ich war begierig, zu ſehen, ob ſie ſich zu Pferd ſo gut ausnähme, wie Ihr Mann ſagte; ich hoffte, es würde nicht ſo ſein, ich wünſchte ſogar, es möchte ihr, wenn auch kein ernſtlicher Unfall, doch ein Mißgeſchick begegnen, welches ſie in den Augen Gontran's lächer⸗ lich machen und ſie für ihren Uebermuth beſtrafen könnte.
Ach, dieſe elende Genugthuung wurde mir nicht.
Als meine Couſine zu Pferde, von meinem Gat⸗ ten begleitet, zu uns kam, war ich genöthigt, ſie hüb⸗ ſcher zu finden, als ich ſie jemals geſehen.
Ich habe nie begreifen können, wie die Eiferſucht die Vorzüge einer Nebenbuhlerin leugnen oder herab⸗ ſetzen kann, und bin im Gegentheile ſtets geneigt ge⸗ weſen, ſie zu übertreiben. Allein ohne alle Ueber⸗ treibung war Urſula zu Pferde von ſo vollkommener Anmuth und Eleganz, daß ich im Begriff war, vor Unwillen darüber zu weinen.
Ich ſehe ſie noch vor mir. *
Ihr Reitkleid von dunkelblauem Tuch, deſſen Schleppe beinahe den Boden berührte, war mit engem Leibchen und Aermeln verſehen und hob ihren Wuchs en zückend hervor. Sie trug einen Männerhut und einen Hemdkragen, welcher über eine kleine Cravatte von kirſchrothem Atlas heruntergeſchlagen war. Ihr hübſches, friſches und roſiges Geſicht verdankte dieſer Tracht einen kecen, decidirten Ausdruck, welcher ihr


