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„So wäre es recht und ich würde zu Ihnen ſchwö⸗ ren,“ rief Herr Secherin laut lachend, „denn Sie wür⸗ den dadurch meine Frau verhindern, ſich in ihrem voll⸗ pn n zu zeigen; nie iſt ſie ſchöner, denn zu
erde.“
Ich vermochte keinen triftigen Gegengrund zu fin⸗ den und ſagte deßhalb:
Ich widerſetze mich nicht und machte nur aus Vorſorge einen Einwurf.
„O, beruhigen Sie ſich, es hat gar keine Gefahr,“ ſagte mein Gatte, „ich bürge für die Sanftmuth Stella's, ein Kind könnte ſie reiten.“
„Da Du es ausdrücklich verlangſt, Mathilde, ſo will ich es verſuchen, allein ich fürchte in der That ſehr linkiſch zu ſein.“
„O, was das angeht, Coufine,“ ſagte Gontran lächelnd, „ſo ſtrafe ich Sie Lügen und zwar ohne Schmeichelei, denn es iſt gewiſſen Perſonen unmög⸗ lich, irgend Etwas ohne Geſchick und Grazie zu thun.“
„Nun, und wann ſoll dieſe Partie ſtattfinden?“ fragte Herr Secherin.
„Morgen,“ verſetzte Gontran; „der Sonnenunter⸗ gang war herrlich, das Wetter wird morgen köſtlich ſein, wir ſteigen um ein Uhr zu Pferde und das wird eine wahre DBamenjagd abgeben.“
„Ja, Couſin, ganz recht, aber, offen geſtanden, ich bin ein zu ſchlechter Reiter, um einer Jagd folgen zu können; darauf mache ichSie zum Voraus aufmerkſam.“
„Sie, lieber Herr Secherin, Sie werden uns mit Frau von Lanery zu Wagen begleiten und einer meiner Waidknechte, der den Wald vollkommen kennt, wird Sie zu Pferde auf die Kreuzwege bringen, wo Sie die Jagd vorüberkommen ſehen können.“
„So laß' ich mir's gefallen!“ rief Herr Secherin, „das iſt ja ein wahres Feſt, ein königliches Vergnügen für mich, der ich nie anders gejagt, als mit meinem Waldſchützen und mit ſeinen zwei Dachshunden. Wenn
nur das Wetter gut wird!“


