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bin davon entzückt — ja entzückt. Meinen Sie denn, ich würde meine Frau gleich am Tage der Hochzeit gedutzt haben, ſo ſie das vornehme Weſen einer Prin⸗ zeß gehabt hätte, wie Sie ? Ei, das hätt' ich hübſch bleiben laſſen. Urſula dagegen mit ihrem allerliebſten Geſichtchen, in welches ich mich immer mehr und mehr verliebe, bewirkte ſogleich, daß ich mich bei ihr behag⸗ lich fühlte. Ich ſagte Du zu ihr, ſie nannte mich eben⸗ falls Du, und ſo waren wir ſogleich Freunde. Kurz, zwiſchen Ihnen und ihr beſteht der Unterſchied, daß —“
Halt, da muß ich Sie unterbrechen, ſagte ich zu Herrn Secherin; ſuchen Sie nicht uns Rechenſchaft von Ihren Eindrücken zu geben, ſondern begnügen Sie ſich, dieſelben zu empfinden. Sie lieben Urſula leidenſchaft⸗ lich, und deßhalb fühlen Sie ſich ganz vertraut bei ihr, deßhalb bemerken Sie mit gutem Grunde an ihr den Reiz und die Anmuth, welche Sie anziehen, wäh⸗ rend Sie mich würdevoll und impoſant finden. Mit einem Worte: Für Urſula empfinden Sie Liebe, für mich blos eine aufrichtige Freundſchaft. Darin beſteht der Unterſchied.
„Es iſt merkwürdig, wie Sie den Grund von Allem aufzufinden wiſſen. Ach, um von etwas ande⸗ rem Merkwürdigem zu reden, es wird Sie ſehr über⸗ raſchen, daß ich Stallmeiſter geworden.“
Wie das?
„Das iſt wieder ein neuer Beweis der Zuneigung meines Mannes,“ ſagte Urſula. „Nach Deiner Abreiſe, meine gute Mathilde, hat mir mein Arzt das Reiten empfohlen. Secherin hat die Güte gehabt, aus Tours einen Stallmeiſter kommen zu laſſen, und um mich begleiten zu können, theilte er meine Lektionen.“ WVir fiel auf der Stelle ein, Urſula hätte reiten gelernt, um ſich, wenn ſie einmal in Maran wäre, das Alleinſein mit meinem Gatten zu ſichern, während Gontran mir es fortwährend verweigert hatte, mich im Reiten zu üben. „Und Sie können ſich nicht vorfiellen,“ fuhr mein
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