Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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erhalten und der Sie beſtimmte, hieher zu kommen. Der andere Brief iſt von mir, wohlverſtanden, denn Ihr Mann iſt nicht der einzige, der Handſchriften nach⸗ zuahmen und Fälſchungen zu machen verſteht. „Ich habe Nichts vergeſſen, glaube ich. nein ..

faſſen Sie jetzt, da Ihnen noch etwas Bewußtſein bleibt, die Wichtigkeit Ihrer Lage wohl auf; ſeit zwei Monaten iſt die Welt überzeugt, daß wir auf dem vertrauteſten Fuße mit einander ſtehen .. wenn man daran zweifeln könnte, ſo urtheile man nach den That⸗ ſachen .. Sie find freiwillig hieher gekommen, Sie wollten dieſe Reiſe Ihrer Tante, dem Herrn von Ver⸗ ſac und der Dame Kſernika verbergen, weil Sie ihnen geſchrieben, Sie gingen auf's Land zur Frau Secherin; man glaubt, Ihr Mann habe mich im Duell verwun⸗ det und man wird ſich denken, Sie ſeien gleich nach ſeiner Abreiſe hieher geeilt, um mich in meinen Leiden zu tröſten: wie könnten Sie das läugnen? Wo ſind Ihre Veweiſe? Meine falſchen Briefe, werden Sie ſa⸗ gen; ſobald Sie aber völlig eingeſchlafen ſein werden und das muß bald geſchehen, nehme ich Ihnen dieſe Briefe und verbrenne ſie.

„Werden Sie ſich auf das Zeugniß und die Aus⸗ ſagen Ihrer Leute berufen? Erftlich ſind ſie mir er⸗ geben und dann werden ſie ſagen, was wahr iſt, Ihren Vefehlen gemäß gehandelt haben, denn Sie allein ha⸗ ben die Abreiſe angeordnet. Das iſt nicht Alles; um das Maß der Abſcheulichkeiten voll zu machen, ſetzt Ihnen einer Ihrer Verwandten nach, ein achtbarer Mann, der ohne Zweifel Ihr gottloſes Beginnen er⸗ fahren, um Ihren Fall zu verhindern. Ihre Leiden⸗ ſchaft macht Sie ſo blind, daß Sie als Mitſchuldige eines Lackeien dem tugendhaften Verfolger eine Schlinge legen, in welcher er vielleicht das Leben verloren hat⸗ Nun! was ſagen Sie? Ich fordere den gewandteſten Advokaten auf, dieſes Alles zu widerlegen.. zu ver⸗ hindern, daß Sie dem Anſcheine nicht erliegen, daß