Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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aufmerkſam beobachtete. . . . Mein Plan war reif. . .. Gold iſt eine Wünſchelruthe. Einige Zeit nach die⸗ ſem Darlehn ließ ich ganz ernſthaft Lanery eine Erbin von mehr als fünfzigtauſend Thaler Renten vorſchla⸗ gen. Ich kannte die Verwandten des jungen Mäd⸗ chens, ſie hatten völliges Zutrauen zu mir. Ich hatte mein eigenes Vermögen verbürgt, daß Lanery mehr als zwei Millivnen Heiratgut bringe; ich bat jedoch die Verwandten, die Geldfrage erſt bei meiner Rück⸗ kehr zu verhandeln. Seiner Gewohnheit zufolge gab ſich Lanery ſtets unverſchämterweiſe als Millionär aus; er ſah das Mädchen, man empfing ihn und ſetzte den Tag feſt, um die Geldangelegenheiten zu ordnen. Als die Sache ſo weit gediehen war, ſchrieb ich an Lancry von Brighton aus: ſeine Antwort war eine Bitte für zweitauſend Louisd'or um den Juden zu bezahlen, da die Verfallzeit heranrückte; es handelte ſich da um ge⸗ fängliche Haft, denn der Gläubiger war nnerbittlich. Auch wäre es mehr als grauſam für Lanerg geweſen, im Augenblick, wo er eine Heirat mit fünfzigtauſend Thaler Renten machen ſollte, verhaftet zu werden und eine ſo ſchöne Hoffnung fehlſchlagen zu ſehen.

Der Abend vor dem Zahlungstagerſcheint; ich hatte Alles berechnet; Lanery's Angſt war fürchterlich; aber, o Wunder des Himmels! als wohlthätiges Manna ſandte ich Gontran durch die Poſt, jedoch ohne Avis⸗ brief, bemerken Sie das noch wohl, einen Wechſel von zweitauſend Louisd'vr von mir auf meinen Banguier, zahlbar bei Sicht und nur die gewöhnlichen Worte ent⸗ haltend: Gut fürzweitauſend Pfund Sterling. Brighton. Graf von Lugartv. Ich ſchrieb Lan⸗ ery nur ein Paar Worte, um ihm zu ſagen, daß ich Brighton verkaſſe und er ſpäter meinen Aufenthalt er⸗ fahren ſolle. Ich hatte es ſo eingerichtet, daß der Wech⸗ ſel Abends mit der Poſt ankommen mußte. Lanery hatte einen Kammerdiener aus meinem Hauſe nehmen müſſen. Er legt den Wechſel in eine Schublade und

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