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7. bis 9. Bändchen (1845)
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ſer Vorſtellung war ich erſetzt und ausgeſtochen bei ihr; Gontran hatte ihr meinen Namen entdeckt, meine Abſichten verläumdet und dieſes bisher ſo reine Kind ver⸗ führt.... Als fie ſich ſpäter von Herrn von Lanery aufge⸗ geben ſah, verübte die Unglückliche einen Selbſtmord.. Das hat er mir gethan.... Ihr Mann. .. Er zertrüm⸗ merte, befleckte und tödtete die einzige wahre Liebe, die ich vielleicht in meinem Leben empfunden habe! Er hat mit dem gleichen Streich und auf ewig meinem Herzen und meinem Stolze eine Wunde geſchlagen, indem er mir ſo ſchmählich eine Eroberung raubte, die ich mit dem Preiſe meiner Hand erkauft hätte.... Das iſts, was ich ihm nie vergeſſen werde. Sehn Sie, Sie wiſſen nicht, was ich durch dieſen Mann gelitten.

Als Herr Lugarto dieſe letzten Worte mit tief be⸗ wegtem Tone ſprach, ſchien er ſeine eiſige Jronie ab⸗ zuſtreifen.

Sie haben wenigſtens ein großmäthiges und reines Gefühl gekannt! rief ich.Im Namen dieſes Gefühles, dieſes ſchrecklichen, aber geheiligten Anden⸗ kens, haben Sie Witleid mit mir.. ich fühle es . meine Kräfte verlaſſen mich. 6 3

Herr Lugarto antwortete mit ſchallendem Geläch⸗

Wie kindiſch Sie doch ſind. Das iſt ganz na⸗ türlich.. ich gebe Ihnen ein narkotiſches Rittel, daß es wirten ſoll. Ihre Schlafſucht wird ſich auf ſolche Veiſe ſteigern, bis Sie vollends eingeſchlummert ſind. Um aber auf Lanery zurückzukommen, ſo blieb mir, wenn ich auch das junge Mädchen vergeſſen, doch im Herzen die Wuth, mich Gontran aufgeopfert zu ſehen, und der Durſt nach Rache. Wenn ich den Muth ge⸗ habt hätte, mich mit Lanery zu ſchlagen, ſo gläube ich, ich hätte ihn getödtet, denn ich haßte ihn raſend; doch wie ich Ihnen geſagt.. ich bin nervenſchwach, ich habe gewartet. . Und dann iſt die Rache auch kalt ein köſtlicher Biſſen, wie man gemeiniglich ſagt.