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ſein pfeifendes, klägliches Geheul mit dem ferner und ferner ſich verlierenden Brauſen. Nach einiger Zeit überfiel mich eine heftige, moraliſche und phyſiſche Er⸗ mattung; trotz meiner Anſtrengung wurden meine Au⸗ genlieder ſchwerer und da ich mich dem Schlafe noch nicht ergeben wollte, ſo ſtand ich ſchnell auf; ging ei⸗ nige Schritte vorwärts und näherte mich zufälliger⸗ weiſe einer Thüre, welche in ein anſtoßendes Zimmer führen mußte.
War es der Wind oder nur Wirkung meiner Ein⸗ bildungskraft? mir däuchte, einen tiefen und ſchmerz⸗ baften Seufzer hinter dieſer Thüre zu hören. Ich zog mich ſchnell zurück und empfand unwillkürlich Furcht... Eine unbeſtimmte Ahnung von Unglück überfiel mich. Auf einer Seite des Kamins erblickte ich einen Glo⸗ ckenzug; ich lief hin, zog ihn heftig an.. Niemand kam. Ich läutete nochmals und ſtärker. .. Niemand kam. Ein dritter Verſuch war ebenſo vergeblich. Ent⸗ ſetzt über die Todtenſtille, die in dieſem Hanſe herrſchte, warf ich mich in einen Lehnſtuhl und bedeckte mein Geſicht mit meinen Händen.
Dann ſchien mir, als ob eine unbeſiegliche Er⸗ ſtarrung mich an meinem Platz gebannt halte, ich fühlte meine Beine ſchwerer werden und glaubte mich von unüberwindlicher Schlafſucht befangen.
Da ich mich fürchtete, einzuſchlafen und meine Kammerfrau oder die Perſon, die mich bedient hatte, durchaus aufſuchen wollte, ſo überwand ich meine Furcht, nahm ein Wachslicht vom Tiſche weg und ging entſchloſſen der Thüre zu, welche in's Vorzimmer führte.
Ich legte die Hand ſchon an die Klinke, als ich fühlte, daß ſie mit einem zweimaligen knarrenden Tone bewegt wurde. Die Thüre ward von Außen doppelt abgeſchloſſen. In meinem plötzlichen Entſetzen ſchüttelte ich dieſe Thüre, es war unmöglich, ſie zu öffnen. . Von Beſtürzung ergriffen, fing ich an, in unbeſtimmten Umriſſen das abſcheulichſte Machwerk zu erblicken, ich


