Teil eines Werkes 
7. bis 9. Bändchen (1845)
Entstehung
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ſein Wagen mußte unterwegs zerbrochen und er un⸗ fähig ſein, ſeinen Weg fortzuſetzen; wenn ich mich aber getäuſcht hätte, wenn an ſeiner Statt Herr von Mortagne...

Dieſer Gedanke war abſcheulich, ich wollte ihn nicht nähren.

Die Frau, welche mich empfangen hatte, fragte, ob ſie mir das Nachteſſen auftragen ſolle. Ich war von Paris abgereist, ohne vorher geſpeist zu haben . Die Ermüdung ſchwächte mich, ich entſchloß mich daher, zu eſſen, um wieder zu Kräften zu gelangen.

Die Frau ging weg.

Der Salon, in welchem ich mich befand, war elegant möblirt, roth tapezirt und durch unzählige Wachskerzen in vergoldeten Armleuchtern erhellt. 2

An gewiſſen Kleinigkeiten erkannte ich Gontrans Geſchmack; ich wagte noch nicht, zu glauben, daß ich dieſes Haus vielleicht geraume Zeit mit Herrn von Lanery bewohnen würde.

Bald brachte mir die Frau, welche mir geöffnet hatte, einen kleinen, mit ausgeſuchten Speiſen belade⸗ nen Tiſch herbei, indem ſie ſagte, daß Herr von Lanerh das Nachteſſen ſelbſt angeordnet habe.

Ich war Gontran für dieſe Aufmerkſamkeit er⸗ kenntlich und ſandte die Frau weg, um allein zu ſein und ungeſtört über die Begebenheiten dieſes Tages nachdenken zu können.

Nachdem ich einige Löffel voll Suppe und das Viertel eines Hühnchens gegeſſen und, da ich heftigen Durſt hatte, zwei oder drei Gläſer Waſſer mit etwas rothem Bordeaurwein vermiſcht, getrunken (man wird ſehen, warum ich dieſe kindiſchen Nebenumſtände be⸗ rühre) ſtieß ich den Tiſch weg und rückte meinen Lehnſtuhl zum Kamin, obwohl kein Feuer auf dem Heerde war.

Noch immer ertönte das dumpfe Rollen des Don⸗ ners, ein ſtarker Wind hatte ſich erhoben und miſchte