Teil eines Werkes 
10. Band (1847)
Entstehung
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hoͤrte ich es noch; des Abends aber verwandelte ſich dieſe Freude in Bewundrung. In meinem Bettchen liegend, ſah ich dieſelbe junge Frau, dieſe unermuͤdliche Arbeiterin (viel⸗ leicht meine Mutter) beim Scheine des Lichts arbeiten, def⸗ ſen heller Schimmer ſich noch dadurch verdoppelte, daß er durch klares, in einer glaͤſernen Kugel befindliches Waſſer fiel. Der Anblick dieſes Lichtmeeres verurſachte mir eine Art von Blendung und Aufregung, der nur der Schlaf ein Ende machte.“

Waͤre auch die Neugier Duriveau's nicht durch andre Gruͤnde gereizt worden, ſo wuͤrden ſchon die eben mitgetheil⸗ ten Zeilen hingereicht haben ſeine Aufmerkſamkeit, ja ſeine Theilnahme auf dieſes Tagebuch zu lenken!

Das junge Maͤdchen das er ehedem verfuͤhrt hatte, war eine Spitzenklöpplerin geweſen, wie das junge Weib, das Martin fuͤr ſeine Mutter hielt.

Sie nannte ſich Perrine Martin. .. und der Kam⸗ merdiener, deſſen Tagebuch er las, hieß Martin.

„Auch das Alter, das dieſer zu haben ſchien, gewiſſe Ei⸗ genthumlichteiten phyſiſcher Aehnlichkeit, die anfangs der Graf kaum bemerkt hatte, welche aber der erſte Verdacht ſchon augenblicklich ſeinem Gedaͤchtniſſe zuruͤckrief, alle dieſe Umſtaͤnde vereint ſtellten dem Grafen, ohne ihn zu uͤberzeugen, daß Martin ſein S8hn ſei, doch dieſe Hypo⸗ theſe als moͤglich dar.

Man begreift nun wohl, wie viele aufregende, anrei⸗ zende Urſachen den Grafen an das Leſen von Martins Tage⸗ buch feſſelten.

Dann ſtieß er nach einigen Seiten auf die Namen Bamboche und Basquine, die beiden Kindheitsgefähr⸗ ten Martins.

Bamboche war der fuͤrchterliche Moͤrder geworden, den