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jeden Tag zu ihm, und flehte, obgleich vergebens, vor ſeiner Thuͤr um die Erlaubniß, ihn zu ſehen. Jeder Zuruͤckweiſung ſetzte ſie geduldige Hoffnung entgegen, und ohne je muͤde zu werden zuruͤckgeſtoßen zu werden, kehrte ſie am folgenden Tage immer ehrerbietig und entſagend wieder zuruͤck.
Was den Selbſtmord Roberts von Mareuil und die Verheirathung Regina's mit dem Fuͤrſten betraf, ſo erklaͤrte der Capitain Juſt dieſelben Claude nach den daruͤber ver⸗ breiteten Geruͤchten.
Fraͤulein von Noirlieu habe Herrn von Mareuil, den ſie von Kindheit an geliebt, verſprochen, nur ihm allein anzugehoͤren, Entfernung, Abweſenheit, des Grafen gänz⸗ liches Schweigen, vielleicht auch unbeſtimmte Geruͤchte ſei⸗ ner Verſchwendung und unnuͤtzen, verlornen Lebensweiſe, hatten in Regina die Gefuͤhle dieſer erſten Liebe erkalten laſſen.
Der Baron von Noirlien, dem daran gelegen, ſeine Tochter, deren Gegenwart ihm ſchmerzlich geweſen, zu ver⸗ heirathen, habe ihr mehre Partieen, unter andern auch den Grafen Duriveau und den Fuͤrſten von Montbar vorge⸗ ſchlagen. Wenn Regina, trotz des unbegreiflichen Eindrin⸗ gens ihres Vaters, hartnaͤckig den Grafen Duriveau abge⸗ lehnt habe, ohne dem Fuͤrſten deshalb ſich geneigter zu zei⸗ gen, ſo habe des Letztern äußerer Reiz und Geiſt Eindruck auf ſie gemacht. In dieſer Zeit habe Herr von Mareuil Regina wieder an ihr heiliges Verſprechen erinnert. Die ritterliche Redlichkeit des jungen Mädchens, der Anblick und


