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Braut ihm nur ihre Schoͤnheit, ihr gutes Herz und ihre Gewoͤhnung an ein karges und arbeitſames Leben zur Mit⸗ gift brachte.
Claude zweifelte nicht daran, daß meine Briefe bos⸗ hafterweiſe, durch den elenden Haß der Feinde, unterſchlagen worden ſeien, die er in der Gemeinde zuruͤckgelaſſen, wo meine erſte Jugend in ſeiner Naͤhe verfloſſen war, denn als er jenen Ort den zweiten Tag nach meinem Abgange nach Paris verlaſſen, hatte er ſeine neue Adreſſe Jemand gegeben, auf deſſen Treue er ſich verlaſſen zu koͤnnen glaubte. Deſſenohngeachtet wurden meine Briefe ſtatt auf dieſem Wege zu Claude zu gelangen, zuruͤckgewieſen, verloren oder an falſche Adreſſen geſchickt.
Claude Gerard hatte Neider und Feinde, doch zählte er auch durch die Erhabenheit ſeines Characters einige Freunde. Unter dieſen war der Oberarzt des Irrenhauſes geweſen, wo zuerſt die blödſinnige Frau eingeſperrt war, fuͤr welche Claude Gerard ſo ruͤhrend geſorgt hatte, und die eines Tages, als ein Schlachtopfer der rohen Verwirrung und Trunkenheit Bamboche's, ein Maͤdchen geboren hatte⸗
Durch die einflußreiche Verwendung des Arztes, Claude Gerards⸗Freundes, waren Kind und Mutter, letztre immer noch blodſinnig, nach Evreur, einer Stadt, die ohnweit des Dorfes lag, in welchem der Lehrer ſein Amt verwaltete, gebracht worden.
Auf die anfaͤngliche Tobſucht dieſer Ungluͤcklichen war ein unſchaͤdliches Irrſein gefolgt. Unter andern ſonderbaren


