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„Und Ihr Sohn kennt die Fürſtin ſchon?“
„Ich habe oft von ihr mit ihm geſprochen .. . er hat von mir gelernt, ſie zu lieben, ſie zu verehren. . .. Sie ih⸗ rerſeits hat mich oft von meinem Sohne mit aller Liebe ſprechen hoͤren, die er verdient, und mich auch mehre Male ſeit ihrer Verheirathung erſucht, ihn ihr vorzuſtellen. „Nein, lieber Vater,“ ſagte er mir aber ſcherzend, als ich ihm Re⸗ gina's Wunſch mittheilte, „ich wuͤrde mich in die Fuͤrſtin toll verlieben; warte alſo, bis mein Herz anderswo gefan⸗ gen iſt, dann werde ich ſie ungeſtraft ſehen können. . .“ Ich habe dieſen Scherz der Furſtin erzählt und ſie hat viel daru⸗ ber gelacht. Damals lachte ſie, aber jetzt, wo es ſich um wichtige Intereſſen handelt, wird mein Sohn einſehen, daß etwas Heiliges in dem Auftrage liegt, den ich ihm hinter⸗ laſſe, und den ich ihm ſchriftlich auseinanderſetzen werde, wenn ich die Kraft dazu beſitze.“
Und der Greis, deſſen Stimme immer ſchwaͤcher ge⸗ worden war, ſchien durch dieſe Unterredung ſo ermuͤdet, daß er in eine Art von Betaubung verſank.
Wider meinen Willen war mein Herz gebrochen.
So ſtolz und gluͤcklich ich geweſen ſein wuͤrde, allen Erniedrigungen zu trotzen, um im Dunkeln das Werk mei⸗ ner ungekannten Hingebung zu erfuͤllen, aber unter der Bedingung, dies allein zu thun, ſo ſehr litt ich bei dem Gedanken, dieſen edlen Auftrag mit dem Sohne meines Herrn zu theilen, der im Glanze aller äußern Vorzuge, mit den ſeltenſten Eigenſchaften des Geiſtes und Herzens begabt,


