weiter gehen wollte, aber ihr Flehen iſt dann ſo dringend geworden, ſie hat ſo heilige Intereſſen angerufen . . ch betrachtete den Doctor verwundert, er erklaͤrte ſich aber nicht naͤher und fuhr fort:
„Kurz, ihre Vorſtellungen waren der Art, daß ich ihr auf Ehre verſprochen habe, dem Fuͤrſten nichts zu ſagen.“
„Herr Doctor, ich vermag ſehr wenig in meiner Stel⸗ lung, aber die Fuͤrſtin wird keinen ergebeneren, keinen wachſameren Diener haben, als mich. Ich beſitze nichts, als mein Leben, aber dieſes gehort ihr auch.“
„So fuͤhle ich mich beruhigter. . . . Aber ſage mir jetzt, kennſt Du die Prinzeſſin ſchon? Ich muß das wiſſen we⸗ gen der Form meiner Empfehlung.“
„Ich bin der Fuͤrſtin ganz unbekannt, ganz ftemd.“
„Und Du giebſt Dich ihr ſo tapfer hin? .. Nun denn, fuͤrchte nichts, ich will nicht in Dein Schennß ein⸗ zudringen ſuchen.“
Nach einer augenblicklichen Ueberlegung fuhr der Doc⸗ tor darauf weiter fort:
„Ja, ja, ich werde der Fuͤrſtin ſchreiben . mein Sohn ſoll ihr den Brief einhaͤndigen . . . Regina wird, da⸗ von bin ich uͤberzeugt, dieſen letzten Willen eines alten Freundes erfullen und Dich in ihre Dienſte nehmen.“
„Ihren Sohn, Herr Doctor?“
„Ja, ich werde ſo der Fuͤrſtin von Montbar zai treue Beſchutzer hinterlaſſen, die ihre Sorge fuͤr dieſelbe in zwei verſchiedenen Sphaͤren ausuͤben werden.“


