Teil eines Werkes 
7. Band (1847)
Entstehung
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wundernswerthe Tochter, hat ſie doch die Liebe ihres Vaters verloren, eine liebende und treue Gattin, wird ſie, fuͤrchte ich, von ihrem Gemahl auf's Abſcheulichſte betrogen. Der Kummer fuhrte ſie zum Grabe, aber ſeit zwei Monaten hat ſie ſich gegen den Schmerz geſtaͤhlt und ihr Stolz ſich gegen die Ungerechtigkeit des Schickſals emport. Seitdem ſtellt ſie ſich ruhig, froͤhlich, vergnügungsſuͤchtig, aber ich kenne ſie . dies iſt Alles nur Schein. Sie ſucht ſich zu betaͤuben, um furchtbaren Schmerzen zu entgehen; ihre Schoͤnheit erſcheint blendender als je, aber mir erſcheint Regina nur in der blendenden Schoͤnheit derer, die das Ungluͤck bald treffen ſoll.

O Gott, Herr Doctor, was ſagen Sie?

Dagegen kannſt Du nichts thun, Martin, aber es giebt eine materielle drohende Gefahr, vor der Du eben durch Dein Verhaͤltniß als Diener, die Fuͤrſtin vielleicht ſchuͤtzen kannſt.

Oh, ſprechen Sie! ſprechen Sie!

Es giebt einen Mann von unbezaͤhmbarem Character und eiſernem Willen, ſeltener Energie und unermeßlichem Reichthume; dieſer Mann iſt zu Allem faͤhig, ja ſelbſt zum Opfer ſeines Lebens, um ſeine Liebe oder ſeinen Haß zu be⸗ friedigen . vorzuͤglich ſeinen Haß.

Und dieſer Mann? ..

Er iſt in dem, was am Schmerzlichſten bei einem Manne ſeiner Art iſt, verletzt worden in ſeinem Stolze.