Teil eines Werkes 
7. Band (1847)
Entstehung
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Im Augenblicke, wo der Donner hinter dem Theater am Tollſten tobte, oöffnete ſich eine Verſenkung und ſpie maͤchtige rothe Flammen aus, wie es bei dem Erſcheinen eines holliſchen Weſens nothwendig, und nachdem der Aus⸗ bruch nach und nach aufgehort, ſah ich Basquine aus der Tiefe der Hoͤlle herausſteigen.

Sie mußte damals 16 bis 17 Jahr alt ſein. Ihr mehr als mittelgroßer Wuchs war ſchlank und außerordent⸗ lich zierlich, nur konnte man ihr ein wenig Magerkeit vor⸗ werfen, eine Magerkeit, deren Urſache ohnſtreitig Elend oder Kummer.

Sie trug ein fleiſchfarbenes Tricot, das den reizenden Umriß der Beine bezeichnete. Die Schoͤnheit ihrer Arme, die blendende Weiße ihres Buſens und ihrer Schultern ſchienen durch den Contraſt ihres kurzen ſchwarzen, mit rothen und ſilbernen kabbaliſtiſchen Figuren beſaͤten Jaͤckchens noch blendender. Auf ihrer mit köſtlichen blonden, in Zoͤpfen zu⸗ ruͤckgeſchlagenen Haaren gekrönten Stirn, erhoben ſich zwei ſilberne, gleich Reiherfedern bewegliche Hörnchen, waͤhrend an ihren breiten, marmorglatten Schultern zwei Fluͤgel von ſchwarzem Krepp mit ſilbernen Krallchen ſich zeigten.

Trotz dieſes teufliſchen, dem Lächerlichen nahe kom⸗ menden Koſtuͤms, machte dieſe Erſcheinung einen tiefen Eindruck auf mich, ſo ſehr war ich durch den wahrhaft diaboliſchen Charakter ergriffen, den Basquine ihren, durch ihre Engelreinheit doch ſo ausgezeichneten Zuͤgen zu geben